Aktionäre verklagen Toshiba wegen Bilanzskandals

7. Dezember 2015, 10:25
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Nach Auffliegen der Affäre war Aktienkurs eingebrochen

Dem japanischen Technologiekonzern Toshiba kommt ein milliardenschwerer Bilanzskandal teuer zu stehen. Eine Gruppe von Anteilseignern verklagte den Konzern am Montag auf Schadensersatz in Höhe von rund 300 Mio. Yen (2,2 Mio. Euro).

Die Kläger hatten bluten müssen, als der Aktienkurs in Folge des Skandals einbrach. Am selben Tag empfahl zudem die Wertpapieraufsichtskommission der Finanzaufsichtsbehörde FSA, eine Rekordstrafe gegen Toshiba von 7,37 Milliarden Yen zu verhängen. Der Skandal kostete mehreren Topmanagern den Job.

Nettogewinn sieben Jahre lang aufgebläht

Eine unabhängige Untersuchungskommission war zu dem Schluss gekommen, dass der Konzern den Nettogewinn sieben Jahre lang um mehr als 155 Mrd. Yen aufgebläht hatte. Der Gewinn vor Steuern war zudem um 224,8 Mrd. Yen aufgebläht worden. Die 50 Aktionäre reichten ihre Klage beim Bezirksgericht Tokio gegen drei frühere Präsidenten und zwei Finanzchefs ein. Der Aktienkurs von Toshiba habe zum Ende November 180 Yen pro Aktien unter dem Niveau im Mai gelegen, bevor der Skandal damals ans Licht gekommen war.

Toshiba rutschte im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Verlustzone. Das Unternehmen stellt diverse elektronische Produkte wie Computerchips oder Laptops her, baut aber auch Atomkraftwerke. (APA, 7.12. 2015)

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