Hirscher holt auch RTL in Beaver Creek

6. Dezember 2015, 22:39
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33. Weltcupsieg für den Salzburger, der nach seinem Erfolg im Super-G die Konkurrenz souverän beherrschte

Beaver Creek – Marcel Hirscher hat auch sein zweites Rennen in Beaver Creek gewonnen. Am Tag nach seinem Premierenerfolg im Super-G siegte der 26-Jährige am Sonntag zum 15. Mal in einem Weltcup-Riesentorlauf und avancierte damit vor Hermann Maier und Benjamin Raich (je 14) zum alleinigen österreichischen RTL-Rekordsieger.

Hirscher gewann 98/100 Sekunden vor dem Franzosen Victor Muffat-Jeandet und 1,31 vor dem Norweger Henrik Kristoffersen. Einige Asse wie Ted Ligety schieden aus. Es ist der 33. Weltcupsieg Hirschers, damit liegt er im Herren-Ranking auf Gesamtrang sieben. Für den Gesamtweltcup-Titelverteidiger ist es der zweite Riesentorlauf-Sieg in Beaver Creek nach 2011, wo der Salzburger nun in sieben Riesentorläufen in Folge auf das Podest gefahren ist.

Die Grundlage für den neuerlichen Erfolg legte Hirscher schon in Lauf eins. Er lag zur Halbzeit zwar nur 0,15 Sekunden vor Stefan Luitz, der Deutsche, der bei Olympia in Sotschi am letzten Tor eine Medaille verloren hatte, patzte aber auch diesmal in der Entscheidung heftig und wurde nur 23. Hirscher genügte damit die drittbeste Laufzeit zum ungefährdeten Sieg. "Das fühlt sich schon sehr gut an", resümierte Hirscher, dessen Nordamerika-Bilanz mit zwei Siegen weit besser ausgefiel als geplant. Noch Sonntagabend saß Hirscher in der Lufthansa zurück nach Europa, der nächste Auftritt folgt kommendes Wochenende in Val d'Isere.

Sölden-Sieger Ted Ligety fing sich wie Axel Lund Svindal einen bösen Magenvirus ein und war geschwächt bereits im ersten Durchgang ausgefallen. Der Norweger hatte von vorneherein auf ein Antreten verzichtet. Thomas Fanara, der Zweite von Sölden, schied ebenso aus wie sein französischer Landsmann Alexis Pinturault. Letzterer schlug dabei so heftig mit dem Kopf auf, dass er mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Spital gebracht werden musste.

Leitinger mit Bestzeit im zweiten Lauf

Zweitbester Österreicher wurde Philipp Schörghofer als Neunter unmittelbar vor Roland Leitinger. Leitinger, der in Sölden mit zweitbester Laufzeit vom 26. auf den sechsten Platz gefahren war, gelang diesmal sogar Laufbestzeit im Finale. Wieder von Platz 26 aus wurde er diesmal Zehnter.

Österreich war mit nur sieben Fahrern in das letzte Rennen der Nordamerika-Tournee gegangen. Abfahrtsolympiasieger Matthias Mayer hatte wegen seiner zurückgekehrten Schienbeinschmerzen ebenso auf den Riesentorlauf verzichtet wie Max Franz. (APA, red, 6.12. 2015)

Ergebnis: RTL in Beaver Creek

  • Es geht dahin.
    foto: reuters/schlegel/usa today sports

    Es geht dahin.

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