Mit IS-Einsatz geprahlt: Syrer in U-Haft

5. Dezember 2015, 15:41
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Gegen zwei junge Syrer läuft in Salzburg ein Ermittlungsverfahren

Salzburg/Leoben – Die beiden in Salzburg inhaftierten jungen Syrer, die im Verdacht stehen, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beteiligt zu haben, dürften offenbar nichts miteinander zu tun gehabt haben. Sie sind zu verschiedenen Zeiten in U-Haft genommen worden, sagte Staatsanwalt Robert Holzleiter zum ORF Salzburg.

Wie der STANDARD berichtete, sitzen die rund 20 Jahre alten Männer derzeit in der Justizanstalt Puch-Urstein in U-Haft. Gegen sie läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, weil sie damit geprahlt haben, für den IS gekämpft zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält sich aus "ermittlungstechnischen Gründen" noch ziemlich bedeckt. Bisher gebe es aber keine Verbindungen zu Anschlägen und auch keine Anhaltspunkte dafür, dass sie Schläfer sind, die hier Anschläge ausführen sollen.

Nach einer Schlägerei in einer Asylwerberunterkunft im obersteirischen Leoben hat Bürgermeister Kurt Wallner (SPÖ) indes einen offenen Brief an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) geschrieben: Er habe sich vom ersten Tage an gegen ein "derartiges unmenschliches Massenquartier" ausgesprochen. Er fordere eine Entschärfung des "Pulverfasses" und mehr Exekutive. In der ehemaligen Baumax-Halle in Leoben-Lerchenfeld befänden sich 450 Flüchtlinge, dreihundert davon seien unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. (ruep, 5.12.2015)

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