Istanbuler Polizei erschießt PKK-Aktivistin

4. Dezember 2015, 14:14
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Polizeieinsätze in mehreren Stadtteilen

Istanbul – Die türkische Polizei hat in Istanbul eine mutmaßliche Aktivistin der Rebellenorganisation PKK getötet. Die Frau wurde bei einem Anti-Terror-Einsatz gegen eine Zelle der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die einen Sprengstoffanschlag geplant haben soll, erschossen, wie die Nachrichtenagentur Dogan am Freitag berichtete.

Zu dem Vorfall kam es bei einer Hausdurchsuchung am Donnerstagabend im Stadtteil Sancaktepe. Bei einem anderen Einsatz gegen die radikale Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei (MLKP) wurden am Freitagmorgen in mehreren Stadtteilen insgesamt zehn Verdächtige festgenommen, wie die Agentur Anadolu meldete. Die MLKP, ein 1994 gegründeter Ableger der Kommunistischen Partei der Türkei/Marxisten-Leninisten (TKP-ML), gilt als PKK-nah.

Die PKK hatte einen einseitig verkündeten Waffenstillstand vor den Parlamentswahlen vom 1. November wieder aufgekündigt, nachdem die siegreiche islamisch-konservative Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan ein weiterhin hartes Vorgehen gegen die Rebellen angekündigt hatte. Der Konflikt war im Juli erneut eskaliert. Seither wurden mehr als 150 Vertreter von türkischer Armee und Polizei sowie hunderte PKK-Kämpfer getötet. (APA, 4.12.2015)

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