Eoin Colfers Romanserie "Warp": Zum Greifen übelriechend

8. Dezember 2015, 12:00
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Eine 17-jährige Fast-Agentin und ein Halbwüchsiger stellen sich einem Superschurken entgegen

Endlich wirklich sicherer Zeugenschutz: Per Zeitmaschine werden Aussagewillige ins London der 1890er-Jahre gebracht. Bis dann erst wieder alles schiefgeht – ein Auftragskiller/Illusionist gelangt ins Heute, dank der Zeitreise ausgestattet mit übermenschlichen Fähigkeiten. Der erlesene Superschurke geht entspannt über Berge von Leichen ... und nur eine 17-jährige Fast-Agentin und ein Halbwüchsiger aus der Vergangenheit stellen sich ihm entgegen.

Schillernde Figuren, mitreißende Schreibe und feiner Humor zeichnen Eoin Colfers Bücher aus, seine Artemis-Fowl-Reihe genießt Kultstatus. Auch die neue Romanserie Warp punktet mit diesen Qualitäten, auch wenn es deftiger zugeht und häufig schlagende, schlitzende und schlachtende Argumente statt gut ausbalancierter verbaler Klingen zum Einsatz kommen. Brillant die Ausflüge in die viktorianische Zeit – so zum Greifen übelriechend geschildert, dass der gelesene Kaffee in der Kehle würgt. Pure Unterhaltung voller Zutaten für die Lesemuffel-Bekehrung: Action, Spaß, Fantasy, Science-Fiction. (Helmuth Santler, Album, 5.12.2015)

Eoin Colfer, "Warp 1 – Der Quantenzauberer". € 10,30 / 352 S. Loewe-Verlag, Bindlach 2015

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    foto: loewe-verlag
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