Kim Jong-uns Tante klagt Flüchtlinge wegen Verleumdung

2. Dezember 2015, 16:23
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Ko Yong-suk wirft nordkoreanischen Flüchtlingen üble Nachrede bei Auftritten in Talkhows vor

Pjöngjang – Eine in den USA lebende Tante des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un klagt laut Medienberichten drei nordkoreanische Flüchtlinge in Südkorea wegen übler Nachrede. Ko Yong-suk und ihr Mann beschuldigten die drei, bei Auftritten in Talkshows im südkoreanischen Fernsehen Falschinformationen über sie verbreitet zu haben. Das berichteten die Nachrichtenagentur Yonhap und südkoreanische Zeitungen am Mittwoch unter Berufung auf den Anwalt des Paares.

Der Anwalt soll von dem Paar in Seoul mit der Klage beauftragt worden sein. Sie verlangten Schmerzensgeld, hieß es.

In USA geflüchtet

Die jüngere Schwester von Kim Jong-uns Mutter war schon 1998 in die USA geflüchtet und hatte dort um Asyl gebeten. Sie soll sich um Kim gekümmert haben, als dieser in der Schweiz eine internationale Schule besuchte. Er wurde nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il Ende 2011 an die Staatsspitze gesetzt.

Die Beklagten hätten unter anderem behauptet, die Tante habe dafür gesorgt, dass Kims älterer Halbbruder Kim Jong-nam sein Heimatland verlassen müsse, hieß es. Außerdem hätten sie ihr Glücksspielsucht nachgesagt. Bei den Beklagten handelt es sich den Angaben zufolge um einen früheren nordkoreanischen Agenten, den Schwiegersohn eines früheren nordkoreanischen Premierministers und einen Ex-Diplomaten. (APA, 2.12.2015)

  • Kim Jong-uns Tante klagt.
    foto: reuters/kyodo

    Kim Jong-uns Tante klagt.

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