Schlierenzauer-Comeback in Lillehammer

2. Dezember 2015, 15:13
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ÖSV-Adler feilte ebendort an seiner suboptimalen Form

Lillehammer – Nach tagelangem, vergeblichem Warten in Ruka bei Kuusamo geht der Skisprung-Weltcup der Herren dieses Wochenende in Lillehammer weiter. Der Traditions-Schauplatz in Norwegen gilt als weniger windanfällig und die Athleten hoffen, dass die beiden Weltcup-Bewerbe erstmals in dieser Saison ohne Probleme über die Bühne gehen können.

Schon beim Auftakt in Klingenthal hatte es anfangs nicht gut ausgesehen und die Schanze war erst am Wettkampftag fertiggestellt geworden, in Finnland fielen beide Einzelbewerbe dem Wind zum Opfer. Der 53-fache Weltcup-Sieger Gregor Schlierenzauer hatte Kuusamo in weiser Voraussicht ausgelassen, um stattdessen in Lillehammer an seiner noch nicht zufriedenstellenden Form zu arbeiten.

21 Trainingssprünge

"Ich habe gemeinsam mit ÖSV-Co-Trainer Harry Rodlauer super arbeiten können und das getan, was am meisten Sinn macht, nämlich Skispringen und genießen", freute sich der Tiroler nach drei Trainingstagen und insgesamt 21 Sprüngen. Auf dem Lysgaards-Bakken hat Schlierenzauer daher also fast so etwas wie "Heimvorteil", wenn am Freitag (20.15 Uhr) die Qualifikation sowie am Samstag (16.45) und Sonntag (14.45) zwei Einzel-Konkurrenzen in Szene gehen sollen. "Ich erwarte mir keine Wunderdinge, erhoffe mir aber eine Bestätigung meines Weges", erklärte Schlierenzauer. Sein bisher einziges Einzel-Ergebnis der neuen Saison war in Klingenthal ein für ihn enttäuschender 17. Rang.

Dank mit Metern

In seinem Blog lobte Schlierenzauer die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Heinz Kuttin und dessen Trainerstab. "Ich möchte ihnen meine Dankbarkeit für die Zusammenarbeit am liebsten in Metern zurückzahlen", schrieb der 25-jährige Tiroler.

Die Schanzen in Lillehammer präsentieren sich jedenfalls in perfektem Zustand. Und Vierschanzen-Tournee-Sieger Stefan Kraft freut sich auf Norwegen. "Lillehammer ist jener Weltcuport, auf den wir Springer uns immer schon richtig freuen. Davor stehen traditionell Klingenthal und Kuusamo, die beide ihre Tücken haben können, was sich auch heuer wieder gezeigt hat. In Lillehammer passt das Ambiente, die Schanze und meist auch das Wetter", so der Salzburger.

Das Team, das neben Kraft und Schlierenzauer auch wieder Michael Hayböck, Andreas Kofler, Manuel Poppinger und Manuel Fettner umfasst, absolvierte am Mittwoch noch Trainingseinheiten in Ramsau bzw. Seefeld und reist am Donnerstag nach Lillehammer. (APA, 2.12.2015)

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