NZZ.at-Printableger als Monatsmagazin konzipiert

2. Dezember 2015, 15:06
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Auflage 20.000 bis 25.000 Exemplare – Gratisversand an Abonnenten und um 7,50 Euro im Zeitschriftenhandel – Ex-"Datum"-Chefredakteur Kaltenbrunner als "Geburtshelfer"

Wien/Zürich – Das Onlineportal NZZ.at bringt Mitte Dezember erstmals ein gedrucktes Magazin auf den Markt. Titel: "NZZ.at" – derStandard.at berichtete darüber. Über ein Printprodukt des Onlineablegers der Schweizer NZZ-Mediengruppe war bereits seit längerem spekuliert worden. Das Magazin "NZZ.at" ist zunächst als einmaliger Testlauf gedacht, wie NZZ.at-Chefredakteur Michael Fleischhacker im Gespräch mit der APA sagte.

Von Machart und Papier her soll das Produkt, das mit einer Auflage von 20.000 bis 25.000 Exemplaren startet, Monatsmagazinen wie "Brand eins" und "Datum" gleichen. Der ehemalige "Datum"-Chefredakteur Stefan Kaltenbrunner, der im Jänner Chefredakteur von kurier.at wird, war denn auch in den vergangenen Wochen als "Geburtshelfer" für "NZZ.at" dabei und hat bei Konzeption und Produktion des Magazins mitgeholfen.

Umfang von 90 Seiten

Die erste Ausgabe wird etwa 90 Seiten umfassen und – fokussiert auf das Schwerpunktthema "Wir zwei – ich und der Staat" – Reportagen, Interviews und Themen beinhalten, die der NZZ.at-Redaktion wichtig sind, wie Fleischhacker erklärte. Zweit- oder Wiederverwertung von bereits veröffentlichten Onlineinhalten werde es nicht geben. NZZ.at-Abonnenten bekommen die erste Ausgabe kostenlos per Post nach Hause geliefert. Im Zeitschriftenhandel ist "NZZ.at" um 7,50 Euro erhältlich. Rechtzeitig zum nächsten NZZ.at-Clubabend am 14. Dezember soll die erste Nummer vorliegen.

Das Konzept des Printprodukts erklärte der NZZ.at-Chefredakteur Dienstagabend in einem Newsletter an die Abonnenten des Onlineportals: "Wir werden in diesem Magazin das tun, was wir immer tun: spannende Geschichten erzählen. Auf NZZ.at erzählen wir sie in unterschiedlichen Formaten, mal als Text, mal als Video, mal als Podcast – im Magazin sehr klassisch in Text und Bild. Immer fokussiert auf die wenigen Themen oder 'Phänomene', die uns essenziell erscheinen. Und irgendwie handeln sie immer von Freiheit, Unabhängigkeit, Unternehmertum und Individualität – von dem, was uns wirklich wichtig ist."

Regelbetrieb hängt vom Erfolg ab

Ob es nach der ersten Ausgabe weitergeht und "NZZ.at" als Monatsmagazin in den Regelbetrieb überführt wird, lässt Fleischhacker offen. Das hänge vom Erfolg ab: "Ich weiß, dass die gedruckte Tageszeitung eine endliche Lebensdauer hat. Aber zugleich glaube ich, dass eine der wahrscheinlichsten Medienzukünfte in einer Kombination aus Onlinemedien und Printmagazinen liegt, die in geringer Frequenz und nach Schwerpunktthemen organisiert erscheinen. Und weil das einige andere bei uns auch glauben, leuchten wir diesen möglichen Weg jetzt einmal aus." (APA, 2.12.2015)

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