Apple und Google behaupten sich als innovativste Konzerne der Welt

2. Dezember 2015, 13:03
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Boston Consulting-Rangliste – Keine Firmen aus Österreich unter den 50 Besten

Der US-IT-Riese Apple und der Internetkonzern Google haben ihre Spitzenpositionen unter den 50 innovativsten Unternehmen der Welt behauptet. Unter die ersten zehn vorgearbeitet haben sich zuletzt die deutschen Autobauer BMW (7) und Daimler (10). VW stürzte dagegen auf hintere Ränge zurück. Das ergab eine neu erstellte Rangliste des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group (BCG).

Siemens und Volkswagen abgestürzt

Österreicher finden sich unter den 50 "Innovationsführern" nicht. Dafür sind es aus Deutschland sieben. In den Rängen verschlechtert haben sich Siemens (von zuvor 15 auf 30) und Volkswagen (von 21 auf 35). Für die Studie befragt BCG regelmäßig mehr als 1.500 Führungskräfte in mehreren Ländern. Es ist die zehnte Auflage der Untersuchung.

Andere deutsche Firmen haben aufgeholt: Neben den beiden Top-Ten-Platzierten BMW (Platz 7, Vorjahr Platz 18) und Daimler (Platz 10, Vorjahr Platz 25) gab es auch bessere Plätze für Bayer (Platz 11, Vorjahr 45) und BASF (Platz 29, Vorjahr Platz 48) stark nach oben.

Der deutsche Versicherungskonzern Allianz schafft es mit Platz 25 heuer neu in die weltweite Spitzengruppe, schrieb BCG am Mittwoch. Audi gehört hingegen nicht mehr dazu.

Tesla

Zwar führen die Technologie- und IT-Marktführer Apple (1), Google (Rang 2), Microsoft (unverändert auf Rang 4) und Samsung (das von Platz 3 auf 5 rutschte) auch 2015 die Top Ten der innovativsten Unternehmen an, dort finden sich aber auch weitere Autobauer wie Toyota oder Tesla Motors.

17 der 22 Neuplatzierten kommen aus traditionellen Branchen. 2014 hatten noch die Technologiefirmen die Nase klar vorn.

BCG stellt in der Umfrage darauf ab, wie die Aktivitäten bei Forschung und Entwicklung wahrgenommen werden. Der Konkurrent PwC spürt in eigenen Studien hingegen den Forschungsbudgets von Konzernen nach. Allein in Deutschland werden laut PwC heuer 56 Mrd. Euro von Unternehmen in die Entwicklungsabteilungen gesteckt, schreibt dazu die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwoch). Das waren knapp 9 Prozent mehr als im Jahr zuvor und so viel wie noch nie.

Apple gibt nach Eigenangaben mit 8,1 Mrd. Dollar (7,6 Mrd. Euro) kaum 4 Prozent seines Jahresumsatzes für Forschung und Entwicklung aus. BMW investierte 2014 knapp halb so viel, Volkswagen doppelt so viel, so die FAZ. Google und Facebook haben Investitionsquoten in ihre Entwicklung von mehr als 20 Prozent. PwC beziffert die Investitionen der tausend forschungsintensivsten Unternehmen in diesem Jahr auf 680 Mrd. Dollar. (APA, 2.12.2015)

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    foto: ap
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