Wiener Niemetz-Fabrik wird abgerissen

2. Dezember 2015, 13:02
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Auf dem Areal entstehen bis Mitte 2017 Wohnungen, der Süßwarenhersteller übersiedelte nach Wiener Neudorf

Die Fabrik des Traditionssüßwarenherstellers Niemetz in Wien wird derzeit abgetragen. Wo bis vor kurzem noch Schwedenbomben vom Band gelaufen sind, sollen bald Wohnungen entstehen. Der Baubeginn ist für Anfang 2017 geplant, bestätigte Wolfgang Sedelmayer, Vorstand des Eigentümers Wienwert, am Mittwoch im APA-Gespräch eine Meldung auf orf.at.

"Seit einer Woche laufen die Abbrucharbeiten", sagte Sedelmayer. Davor hatte Heidi Chocolat – das Unternehmen hält seit 2013 Marke bzw. Produktpalette von Niemetz – die Übersiedelung des Standorts am Rennweg an die neue Adresse in Wiener Neudorf schrittweise abgewickelt.

Abriss bis Ende des Jahres

Nun demolieren Bagger und anderes schweres Gerät den leer geräumten Firmensitz. Laut Sedelmayer soll der Abriss bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Unmittelbar danach ist der Baubeginn von insgesamt 114 frei finanzierten, also nicht geförderten Mietwohnungen vorgesehen. "Der Quadratmeterpreis wird bei rund zehn Euro netto pro Quadratmeter liegen", so der Vorstand des Immobilienunternehmens. Er rechnet mit einer Fertigstellung bis Sommer 2017. 30 Mio. Euro investiert Wienwert in das Projekt.

Wienwert hatte das Areal bereits 2012 erworben. Damals steckte Niemetz – noch unter Führung eines anderen Eigentümers – in massiven finanziellen Schwierigkeiten und sah sich zum Verkauf des Traditionsstandorts gezwungen. Der Deal ermöglichte allerdings eine weitere Nutzung bis maximal Ende 2015. Der Nachfolge-Besitzer Heidi Chocolat leitete schließlich im Laufe dieses Jahres den Umzug nach Niederösterreich ein. Inzwischen werden sämtliche Niemetz-Süßigkeiten – also auch Manja und Swedy – in Wiener Neudorf produziert.

Die Schwedenbombe hat Wien allerdings nicht vollends den Rücken gekehrt. Gegenüber dem ehemaligen Firmensitz sorgt ein neuer Niemetz-Shop für steten Süßigkeitennachschub. (APA, 2.12.2015)

  • 114 Wohnungen sollen auf dem Areal bis 2017 entstehen.
    foto: apa/georg hochmuth

    114 Wohnungen sollen auf dem Areal bis 2017 entstehen.

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