Miller schnallt für die Raubvogelpiste an

2. Dezember 2015, 21:51
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US-Amerikaner als Vorläufer und fahrender Kameramann in Beaver Creek im Einsatz – Jansrud Schnellster in erstem Training

Beaver Creek – Als Vorläufer kehrt Bode Miller auf die Rennpiste zurück und das ausgerechnet auf der berühmt-berüchtigten "Raubvogelpiste" in Beaver Creek. Dort, wo er vor zehn Monaten bei der WM nach einem bösen Sturz eine tiefe Schnittwunde davongetragen hat, schmeißt sich der 38-jährige US-Olympiasieger nun vor den Weltcup-Trainings als Kamera-Mann hinunter. Und zwar auf jenen Skiern, mit denen er auch als Rennläufer nochmals aktiv werden könnte.

Die handgefertigte, auch in New York verkaufte, italienische Marke "Bomber" hat Miller an den Beinen. Skier, für die auch der fünffache Weltcup-Gesamtsieger Marc Girardelli als Botschafter agiert. Seine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Head ist vor diesem Winter vorzeitig zu Ende gegangen, obwohl er noch ein Jahr gebunden gewesen wäre. Rennleiter Rainer Salzgeber sieht kein Problem darin und begrüßt die Auftritte des US-Amerikaners. "Weil mich Skibau by Miller sehr interessiert", so Salzgeber schmunzelnd.

TV-Experte für NBC

Miller wagt sich trotz wenig Trainings auf die "Birds of Prey". Der Amerikaner, der sich seit längerem intensiv im Galopprennsport engagiert, fungiert diese Woche dort auch als TV-Experte für NBC. Ob der vierfache Weltmeister und Gewinner von 33 Weltcuprennen tatsächlich nochmals ernsthaft ins Renngeschehen eingreift, ist weiterhin äußerst fraglich. Zumindest diese Saison lässt Miller auf jeden Fall aus.

In das US-Skiteam ist der Ski-Veteran aber weiterhin integriert. Miller war nicht nur im Sommer in Chile, er hat in den vergangenen Wochen im US-Teamdress in Copper Mountain mit seinen Privatbetreuern trainiert und dabei Schuhe und Ski getestet.

"Was in einem Jahr passiert, hängt natürlich von seiner Motivation ab", weiß auch US-Alpindirektor Patrick Riml. "Aber Bode ist immer willkommen bei uns. Er ist ja insgesamt total wichtig für den Skisport und mir würde es total taugen, wenn er zurückkehrt", sagte der Tiroler. Einzige Einschränkung: "Natürlich muss er voll fit sein, sonst wird es gefährlich." (APA, red, 2.12.2015)

Ergebnisse, erstes Training:

1. Kjetil Jansrud (NOR) 1:44,04 Minuten – 2. Carlo Janka (SUI) 0,25 Sek. zurück – 3. Josef Ferstl (GER) 0,26 – 4. Peter Fill (ITA) 0,28 – 5. Guillermo Fayed (FRA) 0,31 – 6. Thomas Mermillod Blondin (FRA) 0,40 – 7. Hannes Reichelt (AUT) 0,61 – 8. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 0,67 – 9. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,69 – 10. Matthias Mayer (AUT) 0,75 – 11. Steven Nyman (USA) und Max Franz (AUT), je 0,79. Weiter: 14. Georg Streitberger 1,09 – 16. Romed Baumann 1,49 – 24. Patrick Schweiger 1,82 – 35. Florian Scheiber 2,23 – 40. Klaus Kröll 2,49 – 43. Otmar Striedinger 2,55 – 52. Vincent Kriechmayr 3,29 – 71. Marcel Hirscher (alle AUT) 6,77. 71 klassiert.

  • Artikelbild
    foto: reuters/shannon stapleton
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