"Genom-Editieren" wird dank Trick noch leichter – Überdurchschnittliche Größe verkürzt Telomere

2. Dezember 2015, 07:00
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"Genom-Editieren" wird dank Trick noch leichter

Cambridge – Dieser Tage findet in Washington eine große Konferenz statt, auf der darüber diskutiert wird, wie die revolutionäre Crispr-Cas9-Technik, die punktgenaues Manipulieren der DNA erlaubt, beim Menschen angewendet werden soll. Passend zu diesem Anlass stellten Forscher um den Crispr-Cas9-Pionier Feng Zhang (Harvard und MIT) im Fachmagazin Science eine weitere Verbesserung der Technik vor: Verändert man beim Enzym Cas9 drei seiner rund 1400 Aminosäuren, kann verhindert werden, dass Cas9 für mögliche unerwünschte Modifikationen sorgt. (tasch)

Abstract
Science: "Rationally Engineered Cas9 Nucleases with Improved Specificity."

Überdurchschnittliche Größe verkürzt Telomere

London – Größer ist nicht immer besser. Zwar leben größere Tierarten länger als kleinere. Aber innerhalb einer Spezies sterben größere Artvertreter oft früher; größere Menschen sind etwa anfälliger für Krebs. Norwegische Forscher um Thor Harald Ringsby konnten nun in den Proceedings of the Royal Society B zeigen, dass zwischen der Größe von Sperlingen und der Länge ihrer Telomere (den Enden der Chromosomen) ein negativer Zusammenhang besteht, der sich durch Züchtungen noch vergrößerte. Kürzere Telomere zeigen eine fortgeschrittene Alterung der Zellen an. (red)

Abstract
Proceedings of the Royal Society B: "On being the right size: increased body size is associated with reduced telomere length under natural conditons."

(2.12.2015)

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