Vorarbeiten fürs Humboldtforum: 17.500 Objekte ziehen um

1. Dezember 2015, 15:02
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Erste Ausstellungsbereiche schließen kommenden Jänner

Berlin – In den Berliner Museen beginnen die Vorbereitungen für den Umzug in das rekonstruierte Stadtschloss. Im Jahr 2019 sollen die Sammlungen für Asiatische Kunst und Völkerkunde aus den Museen in Dahlem in das sogenannte Humboldtforum in der Stadtmitte umziehen. Wegen der Vorbereitungen schließen einige Ausstellungsbereiche bereits am 11. Jänner 2016.

Ab dem Jahr 2017 machen dann sowohl das Ethnologische Museum wie auch das Museum für Asiatische Kunst in Dahlem ganz dicht. Nur das Museum Europäischer Kulturen bleibt an dem etwas abgelegenen Standort im Westteil der Stadt.

"Insgesamt werden etwa 17.500 Objekte durch die Hände von Kuratoren, Restauratoren und Depotverwaltungen gehen", teilten die Staatlichen Museen am Dienstag mit. "Jedes Objekt wird gesichtet, gereinigt, gegebenenfalls restauriert und transportsicher verpackt."

Außereuropäische Kunst im Focus

Das Humboldtforum soll ein Kultur- und Ausstellungszentrum werden, ähnlich wie das Centre Pompidou in Paris. Schwerpunkt wird die außereuropäische Kunst – als Ergänzung zu den europäischen Sammlungen auf der gegenüberliegenden Museumsinsel.

Als Hauptattraktionen werden aus Dahlem etwa mehrere Original-Südseeboote, indianische Ahnenpfähle und sogar eine ganze Höhle mit asiatischen Wandmalereien umziehen. Dafür sind den Verantwortlichen zufolge umfangreiche konservatorische Arbeiten nötig. Einige Großobjekte werden schon 2018 in den Rohbau des Humboldtforums gebracht – sie würden später nicht mehr durch die Türen passen.

Wie die Kunst dann im neuen Humboldtforum präsentiert wird, soll von Donnerstag an eine Tagung klären helfen. Auf Einladung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gehen internationale Museumsexperten der Frage nach, wie neue Medien dazu beitragen können, den Museumsbesuch spannend und interaktiv zu machen. (APA, 1.12.2015)

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