Das Smartphone-Flaggschiff ist tot

1. Dezember 2015, 09:51
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Die Auswahl an guten Geräten ist so groß wie nie, längst gibt es keine klaren Topgeräte mehr

Vor einigen Jahren war die Wahl des passenden Smartphones noch relativ einfach: Jedes Jahr gab es genau ein iPhone und eine Handvoll wirklich gute Android-Geräte. Doch der technische Fortschritt habe diese Situation nachhaltig verändert, fasst "The Verge" in einem aktuellen Artikel zusammen.

Keine klare Wahl mehr

Das Zeitalter des Smartphone-Flaggschiffs sei unwiederbringlich vorbei. Längst sei es bei den großen Herstellern nicht mehr klar, was eigentlich ihr jeweiliges Topgerät sei. Ist es bei LG das G4 oder das V10? Bei Samsung wiederum stellt sich die Frage zwischen Note 5 oder S6 – von dem es mit dem S6 Edge und dem S6 Edge Plus dann wiederum diverse Varianten gibt.

Größenunterschied

Selbst jene Unternehmen, die in der Vergangenheit auf eine eindeutige Flaggschiffstrategie gesetzt haben, fahren mittlerweile mehrgleisig. Allen voran Apple mit dem iPhone in zwei unterschiedlichen Größen. Aber auch Google und Microsoft haben erkannt, dass ein einzelnes Modell schlicht nicht die Bedürfnisse sämtlicher Nutzer abdecken kann.

Alle irgendwie gut

Eine wichtige Rolle spielt dabei, dass es kaum mehr wirklich schlechte Smartphones gebe. Fast jedes heutzutage erwerbbare Gerät habe einen ziemlich guten Bildschirm und eine brauchbare Kamera. Bei so manchen Herstellern gibt es selbst bei günstigen Geräten mittlerweile Features, die vor kurzem noch der Premium-Klasse vorbehalten waren – etwa einen Fingerabdruckscanner.

Wettbewerb

Die erfreuliche Nachricht bei alldem: Für die Konsumenten bedeutet es, dass die Auswahl an guten Geräten so groß wie noch nie ist. Aus der Perspektive der Hersteller sieht das natürlich anders aus, gerade im Android-Umfeld herrscht ein harter Wettbewerb, der die Preise nach unten treibt.

Flotte

Das Flaggschiff hat damit aber seine Bedeutung endgültig verloren. Denn wer braucht schon ein solches, wenn die gesamte Flotte hervorragend ist, resümiert "The Verge". (red, 1.12.2015)

  • Selbst das iPhone gibt es mittlerweile in zwei Varianten.
    foto: robert galbraith / reuters

    Selbst das iPhone gibt es mittlerweile in zwei Varianten.

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