Dammbruch: Brasilien reicht Milliardenklage gegen Konzerne ein

1. Dezember 2015, 08:50
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Präsidentin Rousseff: "Werden die Verantwortlichen der Tragödie hart bestrafen"

Melbourne/Rio de Janeiro – Nach einem verheerenden Dammbruch in einer Eisenerzmine hat Brasilien die Bergbaukonzerne BHP Billiton und Vale auf umgerechnet 4,9 Milliarden Euro Schadenersatz geklagt. Das Geld soll für Säuberungs- und Wiederaufbauarbeiten nach der schwersten Umweltkatastrophe in Brasiliens Geschichte eingesetzt worden, geht aus der am Montag eingereichten Klage hervor.

"Wir werden die Verantwortlichen der Tragödie hart bestrafen", sagte Präsidentin Dilma Rousseff zuvor auf dem Klimagipfel in Paris. Die Katastrophe sei durch unverantwortliches unternehmerisches Handeln verursacht worden.

Anfang November war der Damm eines Abwasserbeckens der Erzgrube Germano gebrochen. Der austretende Klärschlamm begrub ein Bergdorf unter sich und verseuchte das Tal des Flusses Rio Doce. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben. Das Bergwerk, das der australische BHP-Konzern gemeinsam mit dem brasilianischen Konkurrenten Vale betreibt, liegt etwa 500 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro in der Provinz Minas Gerais. (APA, 1.12.2015)

  • Brasilien fordert fast fünf Milliarden Euro Schadenersatz von den Verantwortlichen des Dammbruchs in der Provinz Minas Gerais.
    foto: apa / loureiro

    Brasilien fordert fast fünf Milliarden Euro Schadenersatz von den Verantwortlichen des Dammbruchs in der Provinz Minas Gerais.

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