Ramponierter Klitschko leidet, denkt an Rückkampf

30. November 2015, 13:05
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Entthronter Box-Champion hat bis Ende Jänner Bedenkzeit

Hamburg – Dem entthronten Boxweltmeister Wladimir Klitschko macht seine Niederlage gegen Tyson Fury auch mit etwas Abstand schwer zu schaffen. "Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich verloren habe. Mann, ich leide", schrieb der Schwergewichtler am Montagmorgen auf Twitter.

Klitschko hatte am Samstag in Düsseldorf überraschend seine WM-Gürtel der Verbände WBA, WBO und IBF an den Herausforderer aus England verloren. Für den 39-jährigen Ukrainer war es die erste Niederlage nach mehr als elf Jahren. Klitschko erklärte kurz nach dem Fight, dass es "auf jeden Fall" einen Rückkampf geben werde.

"Wir werden uns in den nächsten Wochen zusammensetzen und in Ruhe überlegen, wie es weitergeht", sagte Klitschkos Manager Bernd Bönte am Montag. Der entthronte Champion verbringt die nächsten Wochen über Weihnachten und Neujahr gemeinsam mit seiner Familie in Hamburg und Kiew.

Rückkampfklausel

Im Vertrag mit Fury gibt es eine Rückkampfklausel, die gezogen werden soll. Wie offenbar aus dem Fury-Lager verlautete, hat Klitschko bis Ende Jänner Bedenkzeit. Ein Re-Match würde also vor dem Frühsommer nicht zustande kommen. Ein Ort wurde bisher noch nicht favorisiert, die Auswahl richtet sich nach den besten Gewinnaussichten beider Lager. Klitschkos Vertrag mit seinem TV-Partner RTL läuft noch über vier Kämpfe.

Andere Schwergewichtskämpfer reagierten erleichtert über die Wachablösung im Schwergewichtsboxen nach fast zehn Jahren. "Das ist das Beste, was dem Schwergewichtsboxen in den letzten Jahren passiert ist", meinte der englische Skandalboxer David Haye, der Klitschko das Karriereende empfahl. "Klit ist jetzt komplett fertig." Haye hatte im Sommer 2011 in Hamburg seinen WM-Kampf gegen Klitschko verloren. (sid, 30.11.2015)

  • Ein mitgenommener Klitschko.
    foto: apa/epa/gentsch

    Ein mitgenommener Klitschko.

  • Champ, Trainer, Dad – Tyson Fury pflegt seine Gürtelsammlung.
    foto: reuters/morton

    Champ, Trainer, Dad – Tyson Fury pflegt seine Gürtelsammlung.

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