November war mild, sonnig und trocken

30. November 2015, 12:55
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2015 auf dem Weg zu einem der drei wärmsten Jahre der Messgeschichte Österreichs

Wien – 2015 ist auf dem besten Weg, eines der drei wärmsten Jahre der heimischen Messgeschichte zu werden – und einen nicht unwesentlichen Anteil daran dürfte der November haben. Dieser verlief nämlich mild, sonnig und trocken, so die am Montag veröffentlichte vorläufige Monatsbilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Mit elf zum Teil deutlich überdurchschnittlich warmen und nur zwei leicht zu kühlen Monaten ist 2015 auf dem Weg zu einem der wärmsten Jahre der Messgeschichte, so Alexander Orlik von der ZAMG. "Derzeit zeichnet sich ein Platz unter den drei wärmsten Jahren ab. Das bisherige Rekordjahr 2014 werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit nicht übertreffen. Dafür müsste der Dezember um rund sechs Grad über dem Mittel liegen, was sehr unwahrscheinlich ist."

Lange Sonnenscheindauer

Vor allem die erste Monatshälfte ist dafür verantwortlich, dass der November so ungewöhnlich verlief, weiß Orlik. "Wir haben den sonnigsten November seit Beginn der flächendeckenden Messungen der Sonnenscheindauer im Jahr 1925 erlebt." Österreichweit gesehen gab es um 73 Prozent mehr Sonnenstunden als im vieljährigen Mittel. An einzelnen Wetterstationen mit noch längeren Messreihen gab es ebenfalls Rekorde. So war es auf der Hohen Warte in Wien mit 137 Stunden der sonnigste November seit 1881, in Kremsmünster mit 106 Stunden sogar seit 1884.

Österreichweit gesehen war es um 2,6 Grad Celsius wärmer als üblich. Das bedeutet den siebent wärmsten November seit 1767. Betrachtet man nur die Berg-Wetterstationen, war es mit plus 3,8 Grad sogar der dritt wärmste November der Messgeschichte. An einigen Wetterstationen wurden neue lokale Rekorde verzeichnet: So hatte es etwa am 8. November in Fürstenfeld 24,4 Grad. Neue Monatsrekorde verzeichneten auch Bad Gleichenberg (22,7 Grad), Neusiedl am See (22,5) und Döllach (20,1).

Weniger Niederschlag in ganz Österreich

Über ganz Österreich gesehen, gab es um 51 Prozent weniger Niederschlag als normal. Das bedeutet den trockensten November seit 2011. Extrem war es in den Gebieten entlang und südlich des Alpenhauptkammes, im Gebiet vom Ötztal über den Lungau und bis zum Murtal sowie im Nordburgenland. Hier gab es um die Hälfte bis 98 Prozent weniger Niederschlag. In Dellach im Drautal (K), wo der November normalerweise einer der niederschlagsreichsten Monate ist, fielen statt 138 Millimeter nur 3 Millimeter. (APA, 30.11.2015)

  • Viel Sonne und wenig Regen: Das freut die Katze.
    foto: apa/epa/wolfram kastl

    Viel Sonne und wenig Regen: Das freut die Katze.

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