Fleischlieferant Schirnhofer redet noch mit Banken

30. November 2015, 12:37
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Mitarbeiter erhielten noch kein Novembergehalt und Weihnachtsgeld

Wien/Kaindorf bei Hartberg – Die Pleite der Handelskette Zielpunkt dürfte auch für den oststeirischen Fleisch- und Wursthersteller Schirnhofer in der Insolvenz enden – DER STANDARD hat berichtet. Am Montag soll es laut APA-Informationen Bankengespräche geben. Von der Firma gab es dazu keine Auskünfte. Der Landessekretär der Gewerkschaft Pro-Ge, Hubert Holzapfel, sagte zur APA: "Im Fall einer Insolvenz hoffen wir natürlich, dass es ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung gibt."

Der Produzenten im oststeirischen Kaindorf (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld), der die Fleischtheken von Zielpunkt beliefert, gab sich bedeckt: Man gebe gerne Auskunft, aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht, vielleicht morgen, hieß es auf APA-Anfrage am Montag. Schirnhofer beschäftigt nach eigenen Angaben knapp 300 Mitarbeiter und betreibt auch einen Schlachthof.

Gewerkschaft hofft auf Joberhalt

Gewerkschafter Holzapfel sagte, bei einem Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung drehe es sich im Wesentlichen um eine Entschuldung, die Jobs könnten großteils erhalten bleiben. Er sei in Kontakt mit der Betriebsrätin, für die Mitarbeiter gehe es vor allem um die Novembergehälter und das Weihnachtsgeld, die im Falle des Falles vom Insolvenzfonds gedeckt wären.

Das mit 30. November fällige Novembergehalt sowie das Weihnachtsgeld seien bisher noch nicht auf den Konten der Mitarbeiter eingelangt, sagte der Gewerkschafter, der auch den STANDARD-Bericht bestätigte, wonach Schirnhofer rund 70 Beschäftigte beim Frühwarnsystem des AMS vorsorglich zur Kündigung angemeldet hat. Er hoffe, bald mehr zu wissen, das könnte am späten Nachmittag der Fall sein. (APA, 30.11.2015)

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