Obama und Hollande gedenken der Terroropfer im Bataclan

30. November 2015, 07:18
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Keine Festnahmen bei neuen Razzien in Brüssel

Paris/Brüssel – US-Präsident Barack Obama hat nach seiner Ankunft in Paris einen der Schauplätze der jüngsten Terroranschläge besucht und dort der Opfer gedacht. Nach seiner Landung in der französischen Hauptstadt fuhr Obama am frühen Montagmorgen zum Musikclub Bataclan, in dem am 13. November etwa 90 der insgesamt 130 Menschen von Islamisten ermordet wurden.

Dort wurde er vom französischen Staatschef Francois Hollande und der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo erwartet. Sie legten gemeinsam Blumen vor dem Club ab.

Ein starkes Polizeiaufgebot hatte schon vor dem Eintreffen der beiden Präsidenten den Boulevard Voltaire vor dem "Bataclan" weiträumig abgeriegelt. Seit den jüngsten Terroranschlägen herrscht Ausnahmezustand in Frankreich.

Der US-Präsident ist zu den Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen nach Paris gekommen, die am Montag im Vorort Le Bourget beginnen. Auch andere Staats- und Regierungschefs, die zu dem Gipfel erwartet werden, wollen nach französischen Medienberichten in den kommenden Tagen die Schauplätze der Anschläge besuchen und der Opfer gedenken. Am Sonntag bereits war der kanadische Premier Justin Trudeau zusammen mit seinem französischen Kollegen Manuel Valls zum Bataclan gefahren.

Durchsuchungen in Brüssel

Im Brüsseler Stadtbezirk Molenbeek gab es unterdessen am Sonntagabend erneut Durchsuchungen im Zusammenhang mit den Pariser Terroranschlägen. Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam wurde aber nicht gefunden und sei weiter flüchtig, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Bei der Aktion habe es keine Festnahmen gegeben, die Staatsanwaltschaft gebe keine weiteren Informationen.

Abdeslam war mit den mutmaßlichen Attentätern von Brüssel nach Paris gereist und gilt in Belgien als Staatsfeind Nummer Eins. Die Terrorwarnstufe für die belgische Hauptstadt war am vergangenen Donnerstag von der höchsten Kategorie vier auf drei heruntergestuft worden. Damit gilt die Bedrohung durch einen Anschlag nur noch als "möglich und wahrscheinlich", nicht mehr als "ernstzunehmend und nahe bevorstehend". (APA. 30.11.2015)

  • US-Präsident Barack Obama gedenkt gemeinsam mit dem französischen Premier Francois Hollande und der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo der Toten des Anschlags.
    foto: reuters/philippe wojazer

    US-Präsident Barack Obama gedenkt gemeinsam mit dem französischen Premier Francois Hollande und der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo der Toten des Anschlags.

  • Obama ist wegen der UN-Klimakonferenz in Paris.
    foto: ap photo/evan vucci

    Obama ist wegen der UN-Klimakonferenz in Paris.

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