Nächste Demonstration von Shiffrin im Slalom

29. November 2015, 19:00
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US-Amerikanerin 2,65 Sekunden vor der Schwedin Hansdotter – ÖSV-Frauen verbessert: Thalmann Fünfte, Kirchgasser Sechste

Aspen – Mikaela Shiffrin hat am Sonntag auch den zweiten Weltcup-Slalom in Aspen überlegen gewonnen, dabei die Konkurrenz aber verschont. Hatte sich die 20-Jährige am Vortag mit dem Weltcup-Rekord von 3,07 Sekunden Vorsprung durchgesetzt, gewann sie diesmal nur 2,65 Sekunden vor der Schwedin Frida Hansdotter. Die ÖSV-Damen zeigten sich stark verbessert, Carmen Thalmann wurde vor Michaela Kirchgasser Fünfte. Die Vortagszweite Veronika Velez-Zuzulova schied bereits in Lauf eins aus.

Shiffrin sorgte mit 1,69 Sekunden Vorsprung auf die tschechische Ex-Weltmeisterin Sarka Strachova schon zur Halbzeit für einen neuen Rekord. So weit war davor noch keine Slalomfahrerin nach einem Durchgang vorangelegen. Eine kleine Unsicherheit gleich am Beginn der Entscheidung verhinderte aber, dass auch am Ende eine weitere Verbesserung stand.

17. Weltcupsieg

Wie Aksel Lund Svindal in Lake Louise hat damit auch Shiffrin innerhalb von 24 Stunden zwei Weltcup-Rennen gewonnen. Es war ihr 17. Weltcupsieg, der 16. im Slalom. Im Weltcup führt sie nach vier Rennen klar vor Hansdotter, die am Sonntag ihren 13. zweiten Platz einfuhr. Mit dem fünften Slalomsieg in Folge egalisierte Shiffrin auch die Marke von Marlies Schild aus der Saison 2011/12.

Im ÖSV-Lager kamen mit Kirchgasser, Thalmann und Bernadette Schild auch die drei am Samstag ausgeschiedenen Routiniers in die Entscheidung. Schild schied dann jedoch erneut aus und komplettierter ihre "Nullnummer" mit Ausfällen in allen drei Aspen-Rennen.

Thalmann und Kirchgasser legten hingegen noch einen Zacken zu. Die Kärntnerin schaffte dank fünftbester Laufzeit sogar Platz fünf und ihr bestes Weltcup-Ergebnis (bisher Platz sieben), worüber sie dementsprechend glücklich war. "Ich weiß ja, dass ich gut drauf bin im Slalom. Nach dem Einfädler gestern war ich sehr nervös und bin echt froh, dass es nun so ausgegangen ist", sagte Thalmann.

"Nur ein Fehler. So ein Platz in der Wertung vom Rest der Welt ist eigentlich okay", zeigte sich auch die zuvor zweimal ausgeschiedene Kirchgasser nach Platz sechs wieder gut gelaunt. "Es war ein versöhnlicher Abschluss", gestand die Salzburgerin. Von der Überlegenheit Shiffrins dürfe man sich nicht demoralisieren lassen.

Von Österreichs Nachwuchs zeigten Julia Grünwald (ehemals Dygruber) und erneut Katharina Huber auf. Die 24-jährige Grünwald wurde dank drittbester Laufzeit im zweiten Durchgang 18., die 20-jährige Huber trotz der hohen Startnummer 51 sogar 17. (APA, 29.11.2015)

  • Mikaela Shiffrin fährt der Konkurrenz auf und davon.
    foto: reuters/ erich schlegel

    Mikaela Shiffrin fährt der Konkurrenz auf und davon.

  • Gut unterwegs: Carmen Thalmann als Fünfte.
    foto: apa/ap/linsley

    Gut unterwegs: Carmen Thalmann als Fünfte.

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