Mindestens 20 Tote bei Gefechten im Jemen

29. November 2015, 17:11
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Regierungstruppen setzen Offensive im Süden des Landes fort

Sanaa – Bei Kämpfen zwischen Rebellen und regierungstreuen Truppen im Jemen sind am Sonntag nach Angaben aus Armeekreisen mindestens 20 Kämpfer getötet worden. In der südlichen Provinz Dhaleh wurden demnach mindestens zwölf Houthi-Rebellen und vier Kämpfer der regierungstreuen Truppen getötet.

In der östlich der Hauptstadt Sanaa gelegenen Provinz Marib gab es den Angaben zufolge acht Tote unter den schiitischen Houthi-Rebellen, als die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Angriffe auf deren Fahrzeuge flog. Die Regierungstruppen und die Militärkoalition führen derzeit eine Offensive im Süden des Landes. Dhaleh ist eine der fünf Provinzen, welche die regierungstreuen Truppen mit Unterstützung der Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens im Sommer von den proiranischen Houthis zurückerobert hatten. Den Rebellen war es allerdings unlängst gelungen, erneut die Kontrolle über die zweitgrößte Stadt der Provinz, Damt, zu erlangen.

Gefechte wurden auch aus anderen Landesteilen gemeldet. In der südwestlichen Provinz Taez wurden nach Angaben von Rettungskräften und Armeekreisen am Samstagabend drei Zivilisten bei einem Rebellenangriff getötet und 20 weitere verletzt. Armeekreisen und Augenzeugenberichten zufolge flog die Militärkoalition zudem am Sonntag Angriffe auf Rebellenziele in Sanaa. Nach Angaben der Augenzeugen waren es die schwersten Luftangriffe seit Wochen.

Im Jemen kämpfen seit September 2014 die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die Houthi-Rebellen und deren Verbündete, welche dem langjährigen Ex-Machthaber Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Seit März fliegt die von Saudi-Arabien angeführte arabische Militärkoalition Luftangriffe auf die Rebellen. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt seit März rund 5.700 Menschen getötet, fast die Hälfte der Opfer waren Zivilisten. (APA, 29.11.2015)

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