Müder Start ins deutsche Weihnachtsgeschäft

29. November 2015, 14:06
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Starkes "Black Friday"-Geschäft für US-Einzelhandel

Berlin/Chicago – Dem Weihnachtsgeschäft in Deutschland fehlt noch der Schwung. Die Umsätze der Einzelhändler lagen in der Woche vor dem ersten Advent auf Vorjahresniveau, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Sonntag mitteilte.

"Am ersten Adventssamstag waren viele der Händler mit ihren Umsätzen zufrieden. Unter der Woche sind die Kunden in vielen Innenstädten allerdings noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung gekommen", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Nicht zufrieden seien bisher vor allem die Verkäufer von Kleidung. Das lag wohl am milden Wetter. Erfahrungsgemäß greifen die meisten Kunden bei warmen Jacken, Mützen und Handschuhen zu, wenn es richtig kalt ist. Überdurchschnittlich gut liefen dem Verband zufolge die Geschäfte bei Spielwaren, Büchern und Nahrungsmitteln. Der HDE stützte sich bei seiner Einschätzung auf eine bundesweite Umfrage unter 450 Unternehmen.

Starker "Black Friday"

Der US-Einzelhandel ist indes nach ersten Erhebungen in diesem Jahr stark ins wichtige Feiertagsgeschäft eingestiegen. Zwar lagen die vorläufigen Zahlen vom Samstag für den Umsatz der Warenhäuser am "Black Friday" – dem Freitag nach dem Thanksgiving-Feiertag – leicht unter den Vorjahreswerten. Experten wiesen jedoch darauf hin, dass die Bedeutung des früher für den amerikanischen Einzelhandel so wichtigen Tages immer weiter abnimmt, da Sonderangebote vorgezogen werden und der Online-Handel eine immer größere Rolle spielt. Hier wurden bereits am Donnerstag und Freitag zweistellige Zuwachsraten erzielt. Am Montag folgt jetzt der "Cyber Monday" mit neuen Rabattaktionen im Internet. (APA/dpa/Reuters, 29.11.2015)

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