Grüne wollen Ausspähung von Autofahrern gesetzlich verbieten

29. November 2015, 13:58
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Versicherungen sollen keinen Zugriff auf Fahrzeugdaten erhalten

Die Grünen haben mit einem Entschließungsantrag im Nationalrat das Tracking von Autofahrern auf die politische Agenda gebracht. Die Partei fordert darin, dass Autofahrer der Verarbeitung gesammelter Daten ausdrücklich zustimmen sollen. Versicherungsmodelle, deren Prämien sich nach der "Fahrleistung" der Kunden richten, sollen gesetzlich untersagt werden. Der Antrag wird nun im Verkehrsausschuss behandelt.

ÖAMTC warnte

Vergangene Woche hatte auch der Autofahrerklub ÖAMTC vehement vor "Fahrerprofilen" gewarnt. Diese seien "nicht im Sinne der Autofahrer", lautete die Kritik. Durch die Digitalisierung von Fahrzeugen können immer mehr Informationen über das Fahrverhalten gesammelt werden. Das ist zwar einerseits sinnvoll, da die Systeme beispielsweise beim Spritsparen helfen, andererseits droht ein Überwachungsregime, das in die Privatsphäre der Bürger eindringt.

Bevölkerung strikt gegen Datensammeln

Spannend wird, wie Bundesregierung und andere Parteien sich zu dem Antrag der Grünen positionieren werden. In der Bevölkerung wird das Datensammeln im Auto überaus kritisch gesehen. Wie heise berichtet, wollen laut Umfragen bis zu 97 Prozent aller Österreicher volle Kontrolle über Datensammlungen in ihrem Auto. (red, 29.11.2015)

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    foto: ap/hoshiko

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