Trainereffekt beim WAC: 4:0 gegen Admira

28. November 2015, 20:21
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Wolfsberger geben zumindest vorübergehend die Rote Laterne an Ried ab

Wolfsberg – Beim WAC ist der erhoffte Trainereffekt eingetreten. Die Wolfsberger feierten bei der Premiere von Neo-Coach Heimo Pfeifenberger am Samstag in der 17. Runde der Fußball-Bundesliga einen 4:0-(2:0)-Heimsieg über die Admira und gaben damit zumindest bis Sonntag die Rote Laterne an die SV Ried ab. Die Treffer erzielten Silvio (7., 29.), Markus Lackner (74./Eigentor) und Joachim Standfest (91.).

Spektakulärer Beginn

Der klare Erfolg kündigte sich schon von Anpfiff weg an, denn der WAC legte unter der erstmaligen Anleitung von Kühbauer-Nachfolger Pfeifenberger einen fulminanten Start hin. In der 4. Minute landete ein Schuss von Christopher Wernitznig an der Kreuzlatte, den abspringenden Ball setzte Jacobo vom Fünfer über das Tor. Zwei Minuten später bugsierte Markus Wostry einen auf Issiaka Ouedraogo gedachten Silvio-Pass an die eigene Stange.

Wenige Sekunden danach aber war Admira-Goalie Jörg Siebenhandl erstmals geschlagen: Nach einer Flanke von Jacobo und einer Kopfball-Vorlage von Ouedraogo schoss Silvio aus kurzer Distanz ein. In der Folge blieb der WAC die tonangebende Mannschaft, zwingende Chancen ließen vorerst noch auf sich warten – bis zur 29. Minute: Ohne große Gegenwehr der Admira-Defensive zog Silvio Richtung Tor, sein Flachschuss fand via Siebenhandls Fingerspitzen und der Innenstange den Weg ins Tor.

Kein Silvio-Hattrick

Vor dem Seitenwechsel tauchten die Kärntner noch zweimal gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. In der 33. Minute verhinderte Siebenhandl mit einer glänzenden Parade bei einem Kopfball von Silvio einen lupenreinen Hattrick des Brasilianers, in der 41. Minute war der Admira-Schlussmann bei einem Kopfball des völlig freistehenden Peter Tschernegg zur Stelle.

Die Südstädter enttäuschten vor dem Seitenwechsel auf ganzer Linie und reagierten zur Pause mit zwei Wechseln auf den desaströsen Auftritt. Daraufhin trat im Spiel der Niederösterreicher eine gewisse Stabilisierung ein, von einem Punktgewinn war man jedoch bis zum Schluss meilenweit entfernt.

Starke Standfest-Phase

Der WAC ließ es in der zweiten Hälfte etwas ruhiger angehen und war dennoch die gefährlichere Mannschaft. Bei einem Konter in der 64. Minute scheiterte zunächst Jacobo an Siebenhandl, der Nachschuss von Palla ging an die Latte. Den endgültigen K.o.-Schlag setzte die Admira in der 74. Minute selbst – nach einer Hereingabe von Standfest beförderte Lackner den Ball im Rutschen ins eigene Tor.

In der 90. Minute köpfelte Silvio eine Standfest-Flanke an die Latte, eine Minute später flog eine Freistoßflanke von Standfest an Freund und Feind vorbei ins Netz zum 4:0-Endstand.

Damit warten die Südstädter schon seit sechs Liga-Partien auf einen Dreipunkter, der bisher letzte Sieg datiert vom 3. Oktober beim 4:0 in Mattersburg. Der WAC wiederum schob sich dank seines vierten Saisonerfolgs zwei Punkte vor die Rieder, die am Sonntag die Austria empfangen. (APA, 28.11.2015)

17. Runde:
WAC – FC Admira Wacker Mödling 4:0 (2:0)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.050, SR Weinberger.

Tore:
1:0 ( 7.) Silvio
2:0 (29.) Silvio
3:0 (74.) Lackner (Eigentor)
4:0 (91.) Standfest (Freistoß)

WAC: Dobnik – Standfest, Hüttenbrenner, Rnic, Palla – Jacobo (89. Baldauf), Rabitsch, Tschernegg, Wernitznig (45. Zündel) – Silvio, Ouedraogo (80. Hellquist)

Admira: Siebenhandl – Ebner, Zwierschitz, Wostry, Wessely – Lackner, Malicsek (46. D. Toth) – Sax (73. Knasmüllner), Blutsch, Spiridonovic – Starkl (46. Bajrami)

Gelbe Karten: Hüttenbrenner, Ouedraogo bzw. Malicsek

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