Okotie-Hattrick bei 4:4 der Löwen

29. November 2015, 17:41
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Teamstürmer trifft gegen Paderborn gleich drei Mal ins Schwarze – Premierentor von Gugganig für Frankfurt

Paderborn – Auch ein Hattrick von ÖFB-Teamstürmer Rubin Okotie hat 1860 München im Abstiegsduell bei Paderborn am Samstag nicht zum Sieg gereicht. Der Wiener hatte die Gäste nach einem 1:3-Rückstand im Finish (88.) in Unterzahl mit 4:3 in Führung gebracht, ehe eine Minute später Nick Proschwitz (89.) Paderborn noch einen Punkt rettete. Dieser hilft freilich beiden Teams kaum.

Paderborn, das dank Treffern von Moritz Stoppelkamp (17.), Hauke Wahl (50.) und Mahir Saglik (60.) zwischenzeitlich 2:0 bzw. 3:1 in Front lag, ist mit 16 Zählern 15., zwei Punkte dahinter rangieren die Löwen vor den Sonntagspartien der 16. Runde auf Platz 16.

Fünf Saisontreffer von Okotie

Der noch vor kurzem kritisierte Okotie gab der Partie mit seinen Saisontoren drei (62.), vier (73.) und fünf innerhalb von nur 27 Minuten eine eindrucksvolle Wende. Beim dritten Treffer setzte er sich in einem wilden Duell gegen seinen Landsmann Niklas Hoheneder durch. Hoheneder war es auch, dessen Foul an Richard Neudecker (59.) eigentlich mit einem Elfmeter für die Münchner enden hätte müssen. Doch Neudecker sah für eine angebliche Schwalbe Rot.

Bei 1860 stand im Mittelfeld Michael Liendl bis zur 85. Minute auf dem Platz, aufseiten Paderborns kam Ex-Rapidler Dominik Wydra (bis 63.) zum Einsatz. "Verrückt ist nur, dass wir zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand geben. So etwas soll und darf einfach nicht passieren in einem Heimspiel", ächzte Hoheneder auf "Sky".

Gugganig-Treffer

Für den FSV Frankfurt war im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf das Premierentor des Österreichers Lukas Gugganig zu wenig. Der 20-jährige Verteidiger, der vor der Saison vom FC Liefering nach Frankfurt gewechselt war, traf am Sonntag in der 67. Minute per Freistoß zum 1:2-Anschlusstreffer. Zum Ausgleich kamen die Hausherren trotz numerischer Überlegenheit aber nicht mehr.

Doppeltorschütze Kerem Demirbay (22./Elfmeter, 42.) flog fünf Minuten vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz. Düsseldorf jubelte über einen geglückten Trainerwechsel. Interimscoach Peter Hermann hatte am Montag Frank Kramer abgelöst.

Nürnberger Schützenfest bei St. Pauli

Auch ohne den österreichischen Topscorer Guido Burgstaller hat der 1. FC Nürnberg ein Schützenfest gefeiert. Mit einem 4:0-Auswärtserfolg bei St. Pauli meldeten sich die Nürnberger zurück im Aufstiegskampf. In der Tabelle belegen die Franken nunmehr den sechsten Tabellenrang und rückten bis auf zwei Punkte an den Aufstiegs-Relegationsplatz heran. Während Burgstaller gelbgesperrt fehlte, spielten Georg Margreitter und Alessandro Schöpf bei den Siegern durch.

Sandhausen und Goalie Marco mussten hingegen einen Rückschlag hinnehmen: Der Fünftplatzierte unterlag mit Goalie Marco Knaller in Duisburg 0:3. Kapitän Stefan Kulovits fehlte dabei ebenfalls wegen einer Gelb-Sperre. (APA, 29.11.2015)

  • Für die Löwen auf Jagd: Rubin Okotie.
    foto: apa/jäger

    Für die Löwen auf Jagd: Rubin Okotie.

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