Neue Initiative will Kärnten in ein besseres Licht rücken

27. November 2015, 13:21
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Der ehemalige Landeshauptmann Christof Zernatto sowie die Ex-Infineon-Vorstand Monika Kircher sind Gründungsmitglieder

Klagenfurt – Die neu gegründete "Initiative für Kärnten" hat sich am Freitag in Klagenfurt vorgestellt. Bei einer Pressekonferenz präsentierten die Gründungsmitglieder, unter ihnen der ehemalige Landeshauptmann Christof Zernatto (ÖVP) und Ex-Infineon-Vorstand Monika Kircher, die Ziele der Initiative: Image, Selbstbewusstsein und die Wirtschaft Kärntens sollen auf Vordermann gebracht werden.

Für die Erreichung dieser Ziele setzt das Kernteam vor allem auf die Beteiligung der Kärntner selbst. "Was wir vorhaben, ist ein Experiment im Sinne einer funktionierenden Zivilgesellschaft", formulierte es Kircher. Bürgerbeteiligung werde dabei nicht so verstanden, ausschließlich "alle paar Jahre zur Wahl zu gehen", sondern sich selbst mit seinen Ideen für das Wohl des Landes einzubringen – die Initiative unterstütze dann bei der Umsetzung der Vorhaben. Inhaltliche Schwerpunkte sollen in den Bereichen Wirtschaft, Innovation, Kultur, Bildung, Sport und Gesellschaft liegen. Unter anderem möchte man die Attraktivität Kärntens für Investoren und Unternehmensgründer steigern.

Workshops für Betriebe

"Wir wollen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern aktiv etwas tun – wir hoffen, so dem Land etwas zurückgeben zu können", sagte Christoph Kulterer, Präsident der Industriellenvereinigung und Obmann der Initiative. In die selbe Kerbe schlägt auch Zernatto, der vor allem Kärntner, die außerhalb des Landes erfolgreich sind, im Auge hat.

Zivilrichterin Cattina Leitner möchte ihre Kontakte nutzen, um Kärnten jungen Ärzten schmackhaft zu machen. Und Mitinitiator Wolfgang Wisek will Workshops für Klein- und Mittelbetriebe abhalten, sowie Kärnten mit einem eigenen Fest in Wien präsentieren – das dabei eingenommene Geld soll für weitere Projekte genutzt werden. Natürlich wollen die Initiatoren auch ihr Netzwerk spielen lassen. Man verstehe sich aber nicht als Kontrapunkt, sondern als Ergänzung zur Landespolitik.

Großes Augenmerk legen die Gründer der "Initiative für Kärnten" auch auf Crowdfunding: Auf der Plattform respekt.net sind aktuell vier Integrationsprojekte zu finden, zwei Bildungsprojekte sollen folgen. (APA, 27.11.2015)

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