Warum Smartphones fast immer auf das Display fallen

27. November 2015, 12:16
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Physik-Experte löst Rätsel um teuren Alltags-Unfall

Ungeschicktere Menschen kennen das Phänomen. Einmal kurz nicht aufgepasst, entgleitet das Smartphone den Fingern und segelt mäßig elegant zu Boden. Scheinbar unausweichlich scheint es dabei zu sein, dass das Gerät mit der Display-Seite am Untergrund aufschlägt. Und das kann trotz Technologien wie Gorilla Glass und Co teure Folgen haben.

Mit einer neuen Innovation namens "ShatterShield" will Motorola nun eine Antwort gefunden haben, die man in die neuen Smartphones Droid Turbo 2 und Moto X Force integriert hat, um dieses vor Sturzschäden des Bildschirms zu bewahren. Dazu hat man auch einen Wissenschaftler mit der tieferen Erforschung des Smartphone-Falls beauftragt.

Smartphones fallen wie Toast

Der Mann ist kein geringerer als Robert Matthews. Der Physiker hat sich bereits beruflich mit der Frage auseinandergesetzt, wieso Toast eigentlich immer auf der Belagseite am Boden landet. Wie sich herausstellt, folgen Smartphones auf Abwegen im Kern dem gleichen Prinzip.

foto: motorola
Die Formel zum Smartphone-Absturz.

In der Tat spielt bei einem Toast das Gewicht des Belags aufgrund der geringen Fallhöhe eine eher untergeordnete Rolle. Der wichtigste Faktor für die Bestimmung der Aufschlagsseite ist die Rotation zu Beginn des Sturzes – auch bei Mobiltelefonen.

Aufgrund dessen, wie die meisten Menschen ihr Handy halten – üblicherweise auf Brusthöhe und mit den Fingern unterhalb des Schwerpunkts, sorgt die Drehung in der Mehrzahl der Fälle dafür, dass die Frontseite zuerst aufschlägt. Mit einbezogen ist dabei, dass die Geräte bei derlei Hoppalas anders in Bewegung geraten, als wenn man sie einfach fallen ließe. Tut man nämlich Letzteres, landen sie üblicherweise auf Rückseite. (gpi, 27.11.2015)

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