Neues Urteil zum Brustimplantate-Skandal erst im Mai 2016

27. November 2015, 12:11
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Gründer des französischen Unternehmens PIP berief gegen seine Haftstrafe

Im Berufungsprozess um den PIP-Brustimplantate-Skandal will sich das zuständige Gericht mit der Urteilsfindung Zeit lassen. Der Richterspruch gegen den Gründer des französischen Herstellerunternehmens Poly Implant Prothese (PIP), Jean-Claude Mas, werde erst am 2. Mai kommenden Jahres erfolgen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Aix-en-Provence in Frankreich.

Zwei Tage zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlussvortrag gefordert, das Urteil der ersten Instanz zu bestätigen. Diese hatte Mas wegen Betrugs und Verbrauchertäuschung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der Anwalt des 76 Jahre alten Mas hatte direkt nach dem ersten Urteil im Dezember 2013 Berufung angekündigt.

PIP hatte Krankenhäusern und Schönheitskliniken jahrelang Brustimplantate aus billigem und nicht für Medizinprodukte zugelassenem Industrie-Silikon geliefert. Allein in Deutschland wurden schätzungsweise mehr als 5.000 Frauen PIP-Implantate eingesetzt, weltweit waren Hunderttausende betroffen. Für Österreich vertritt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) rund 70 Betroffene. (APA, 27.11.2015)

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