Kinderuni: Kunst und Leben in Wien um 1900

1. Dezember 2015, 07:00
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Um 1900 erreichte die Hauptstadt den Höhepunkt ihrer kulturellen Bedeutung. Zugleich waren die Lebensbedingungen der Menschen schlecht, zeigt die Kinderuni

Frage: Wie sah Wien vor etwa hundert Jahren aus?

Antwort: Um 1900 wuchs die Stadt Wien stark an. Es lebten dort mehr als zwei Millionen Menschen, mehr als heute. Die Stadt erlebte damals eine Blütezeit. Es entstand zum Beispiel die berühmte Ringstraße. Viele wichtige Kunstwerke wurden gemalt, viele wichtige Musikstücke komponiert, viele wichtige Bücher geschrieben und viele wichtige Gebäude geplant.

Frage: Welche zum Beispiel?

Antwort: Der berühmte Architekt Otto Wagner errichtete die Stadtbahn, die später zur U-Bahn umgebaut wurde. Einige Stationen, die Wagner entwarf, sind auch heute noch in der Stadt zu sehen: etwa die Stationen Gumpendorfer Straße oder Margaretengürtel. Ein weiterer wichtiger Künstler dieser Zeit war Gustav Klimt. Er malte große bunte Gemälde mit Mustern, die heute in den Museen zu sehen sind und die Besucher aus aller Welt anlocken.

Ein Wissenschafter, der große Bekanntheit erlangte, war Sigmund Freud. Er hat sich überlegt, dass die Träume der Menschen etwas darüber aussagen, was sie im Alltag beschäftigt.

Frage: Wie lebten und arbeiteten die Menschen?

Antwort: Der bei weitem überwiegende Teil der Bevölkerung – neben Künstlern, Professoren und Millionären – lebte unter Umständen, die bescheidener sind, als man es sich heute vorstellen kann. Viele hatten keine Wohnung.

Die Arbeitsbedingungen waren ebenfalls hart. 15-Stunden-Arbeitstage, siebenmal in der Woche, galten als normal. (Lisa Breit, 1.12.2015)

Die STANDARD-Kinderuni findet in Kooperation mit Ö1 statt.

  • Die Wiener Ringstraße im Jahr 1906.
    foto: österreichisches filmmuseum

    Die Wiener Ringstraße im Jahr 1906.

  • Artikelbild
    foto: der standard
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