Forscher beobachten, wie Schwarzes Loch Stern frisst – Homo naledi könnte zwei Millionen Jahre alt sein – Laufen dürfte das Gedächtnis verbessern

27. November 2015, 07:00
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Forscher beobachten, wie Schwarzes Loch Stern frisst

Baltimore – Theoretisch ist dieses Ereignis gut beschrieben. Doch nun konnten Astronomen erstmals beobachten, wie ein massives Schwarzes Loch einen Stern verspeist. Der extrem seltene Vorfall wurde bereits im Dezember 2014 über Twitter vermeldet und trug sich in einer 300 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie zu. Wie die Forscher um Sjoert van Velzen im Fachblatt "Science" berichten, wurde der Stern von der Größe unserer Sonne in das Schwarze Loch hineingezogen. Danach spuckte es, wie von der Theorie vorhergesagt, einen Jetstream aus Plasma aus, das dem sogenannten Ereignishorizont entkam und dabei fast Lichtgeschwindigkeit erreichte.

Abstract
Science: "A radio jet from the optical and X-ray bright stellar tidal disruption flare ASASSN-14li"

Homo naledi könnte zwei Millionen Jahre alt sein

Johannesburg – Seine Erstbeschreibung war eine der großen wissenschaftlichen Sensationen dieses Jahres: Homo naledi, eine Vormenschenart, deren Knochen vor zwei Jahren in der südafrikanischen Rising-Star-Höhle knapp 50 Kilometer nordwestlich von Johannesburg gefunden worden waren. Die Knochen zeigten sowohl moderne wie auch sehr primitive Merkmale, was eine zeitliche Einordnung bis jetzt schwierig machte. Nun wagte sich einer der beteiligten Forscher im "South African Journal of Science" ein wenig aus der Reserve. Francis Thackerey schätzt Homo naledi auf ein Alter von zwei Millionen Jahren – ohne sich allzu genau festzulegen: Er könnte auch 500.000 Jahre älter oder jünger sein.

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South African Journal of Science: "Estimating the age and affinities of Homo naledi"

Laufen dürfte das Gedächtnis verbessern

Basel – Das Gedächtnis lässt sich laufend verbessern. Dieser Satz dürfte buchstäblich zu verstehen sein, zumindest laut einer Studie im Fachblatt "Brain Plasticity". Forscher um Josef Bischofberger von der Uni Basel konnten zumindest an Mäusen zeigen, dass jene Nager, die im Laufrad trainierten, ein besseres Gedächtnis hatten. Das zeigt sich sowohl in ihren kognitiven Leistungen als auch im Gehirn selbst: Im für das Gedächtnis wichtigen Hippocampus bildeten sich doppelt so viele neue Nervenzellen wie ohne Jogging.

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Brain Plasticity: "Running Improves Pattern Separation during Novel Object Recognition"

(tasch, red, 27.11.2015)

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