Jüdische Küche ganz modern

28. November 2015, 13:00
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Vom Osten Europas bis in den Maghreb reichen die Wurzeln der jüdischen Küche – Leah Koenig hat in ihrem Buch die Rezepte zusammengetragen.

Gefilte Fisch, Hühnersuppe, Matzen und Bagles sind wohl die häufigsten Assoziationen zur jüdischen Küche. Diese Gerichte werden hauptsächlich von den Aschkenasim, die aus dem Osten Europas kommen gegessen. Doch durch die Geschichte hindurch sind die Juden ein wanderndes Volk gewesen und so ist auch die jüdische Küche von vielen Ländern beeinflusst.

Die Sephardim stammen aus Spanien und Portugal und ihre Speisen weisen mediterrane Einflüsse auf, die Küche ist abwechslungsreich, basiert auf frischen Zutaten mit viel Gemüse. Die Mizrahim wiederum kochen zusätzlich noch mit einer Vielzahl von Gewürzen und Gewürzmischungen, hier ist der Einfluss der arabischen Länder, wie Syrien, Libanon oder Jemen, wo sie ihre Wurzeln haben, bemerkbar.

Jüdische Feiertage

Leah Koenig, die Autorin des soeben im Verlagshaus Jacoby Stuart erschienen Kochbuchs "Die moderne jüdische Küche" lebt in Brooklyn. Ihre Familie stammt aus dem Osten Europas, doch in ihrem Buch hat sie Rezepte von vielen jüdischen Gruppen versammelt.

Sie erzählt welche Regeln eingehalten werden müssen, damit Speisen koscher sind, wann und warum welche Feiertage zelebriert werden, und welche traditionellen Speisen dazu serviert werden.

Geschichten von Gerichten

Jedem Gericht ist eine kleine Geschichte vorangestellt und auch die Kapitel werden mit Wissenswertem und Anekdotischem eingeleitet. Manche Rezepte sind sehr aufwändig, wie der berühmte gefilte Fisch, andere sind schnell gemacht. Spinat-Schakschuka (Foto und Rezept im Anhang), zum Beispiel ist ein leichtes und schnell gekochtes Essen.

Gemein ist allen Rezepten, dass sie den heutigen Ernährungsgewohnheiten angepasst sind, die benötigten Zutaten sind im gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Der Fotograf Sang An hat viele der Rezepte fotografiert und seine ästhetischen, klassischen Bilder runden das informative Gesamtwerk ab. Ein kluges und zugleich lukullisches Kochbuch, nicht nur für Liebhaber der jüdischen Küche. (Helga Gartner, 27.11.2015)

foto: sang an/verlagshaus jacoby stuart
foto: jacoby stuart
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