Übungen für mehr Entspannung

12. Dezember 2015, 12:00
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In der Vorweihnachtszeit nimmt der Stress bekanntlich zu. Mit einfachen Entspannungsübungen kann entgegengewirkt werden

Einfach mal abschalten, nichts tun und denken. Im Büroalltag fällt dies schon schwer genug, immer mehr Menschen leiden unter zu viel Stress durch die Arbeit. Auch körperliche Beschwerden können die Folgen sein: Sind die Schultern verspannt? Halten Sie manchmal unbewusst die Luft an, beißen die Zähne fest aufeinander? Fällt Ihnen richtiger Genuss schwer, und ist es kaum möglich, die Stunden, Minuten und Tage zu erleben? Zeit für Entspannungstraining und Motivationsübungen!

Mittlerweile darf man auch in erweiterten Wissenschafterkreisen sagen: Meditation als geistige Übung tut Körper und Seele gut. Sie senkt den Blutdruck, stabilisiert das Hormon- und stärkt das Immunsystem, reguliert den Blutzuckerspiegel, hilft gegen Schlafstörungen.

Was Meditation bewirkt

Es können dadurch Bewusstseinszustände erreicht werden, die irgendwo zwischen totaler Entspannung (Alpha- und Thetawellen) und allerhöchster Konzentration (Gammawellen) liegen. Die Kultivierung der Achtsamkeit – das Lernen einer liebevollen Distanz zu belsatenden Gefühlen und Gedanken -, etwa als Rückfallsprophylaxe bei psychischen Erkrankungen, verbreitet sich unter Medizinern.

Aller Anfang ist leicht

Es muss nicht gleich das volle Programm des Vipassana-Seminars sein mit täglich neun Stunden Schweigen und Meditieren, völligem Verzicht darauf, lebendige Wesen zu töten, ohne Sex und Essen.

Und es geht auch ohne Aufenthalt im Kloster. Mit bewusstem Blick in die Natur, mit Betrachtung eines einzigen wunderbaren Dinges, einer Pflanze, eines Tieres. Oder mit dem Einbauen bestimmer Übungen in den Tagesablauf.

Do it yourself

Herbert Benson (Harvard University) rät zu folgender DIY-Technik:

1. Wählen Sie ein Wort oder einen Satz, mit dem Sie etwas positives verbinden.

2. Bequem hinsetzen und Augen schließen.

3. Muskeln bewusst entspannen, von den Füßen aufwärts.

4. Langsam atmen und bei jedem Ausatmen das gewählte Wort oder den Satz still vor sich hersagen.

5. Versuchen Sie, an nichts zu denken. Wenn es nicht klappt: Immer wieder das gewählte Wort wiederholen und üben.

6. Ein- bis zweimal täglich üben, die Übung nie abrupt abbrechen, sondern langsam die Augen öffnen und andere Gedanken zurückkehren lassen. (red, 12.12.2015)

  • Mittlerweile schätzen auch Ärzte die Wirkungen der Meditation. Im Gefolge der Neurowissenschaften ist die Meditationsforschung auf dem Vormarsch.
    foto: corn

    Mittlerweile schätzen auch Ärzte die Wirkungen der Meditation. Im Gefolge der Neurowissenschaften ist die Meditationsforschung auf dem Vormarsch.

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