Mozilla: Das Ende der Google-Abhängigkeit

26. November 2015, 11:48
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Geschäftszahlen für Jahr 2014 veröffentlicht – Ab 2015 keine Einnahmen mehr durch Google

Seit Jahren zeigt sich das gleiche Bild: Wenn Mozilla im November die Geschäftszahlen für das Vorjahr veröffentlicht, dominiert der Name eines einzelnen Partners: Google. Dabei bildet auch der Bericht für das Jahr 2014 keine Ausnahme – und doch soll schon bald alles anders werden.

Details

Aber zuerst zu den aktuellen Zahlen: Der Umsatz von Mozilla ist 2014 im Vergleich zum Jahr davor um 4,9 Prozent gestiegen, er liegt nun bei 329 Millionen US-Dollar. Die Ausgaben lagen bei 318 Millionen US-Dollar, sind allerdings mit 7,6 Prozent etwas stärker gewachsen als der Umsatz. Strukturell hat sich bei den Zahlen für das Jahr 2014 recht wenig getan: Weiterhin kommen mehr als 90 Prozent aller Einnahmen aus Suchmaschinendeals und hier im spezifischen jene mit Google.

Abgegrochene Geschäftsbeziehungen

Doch diese Abhängigkeit vom direkten Konkurrenten im Browserbereich sollte sich zum letzten Mal in den Zahlen niederschlagen. "Wir haben keinerlei Geschäftsbeziehung mit Google" betont Denelle Dixon-Thayer, Mozillas Chief Business Office, gegenüber CNET.

Stattdessen setzt Mozilla mittlerweile auf lokale Deals mit anderen Suchmaschinenanbietern. So ist etwa in den USA Yahoo die Default-Suche, in Russland hat sich Yandex diesen Platz erkauft, in China kommt Baidu zum Zug. Wie viel die einzelnen Unternehmen für diese Positionierung zahlen, ist bislang unbekannt, dies wird sich erst mit den Zahlen für das Jahr 2015 zeigen.

Ausblick

Allerdings betont Mozilla, dass die neue Einnahmensstruktur ein voller Erfolg ist. Die Performance des Browserherstellers werde im 2015 noch stärker als 2014 sein, zeigt man sich überzeugt. (apo, 26.11.2015)

  • Weg von Google heißt die Parole bei Mozilla.
    foto: mozilla

    Weg von Google heißt die Parole bei Mozilla.

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