Obama begnadigt "Honest" und "Abe"

Ansichtssache26. November 2015, 08:08
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"Alberne Tradition": US-Präsident rettet zwei Truthähne vor dem Herd

Washington – In einer der wohl skurrilsten Traditionen des Weißen Hauses hat US-Präsident Barack Obama vor dem Thanksgiving-Fest erneut zwei Truthähne begnadigt. "Honest" und "Abe" heißen die beiden, die am Mittwoch im Rosengarten des Weißen Hauses Obamas Pardon erhielten. Beide Tiere wiegen gut 19 Kilogramm, haben eine Flügelspannweite von 1,80 Metern und hören am liebsten Countrymusik.

Lebensabend auf Farm

"Abe ist Totus – Turkey of the United States", sagte Obama in Anspielung auf das Präsidentenkürzel Potus. "Honest" wurde zum Vize gekürt. Anstatt geschlachtet zu werden, dürfen beide Tiere ihren Lebensabend auf einer Farm verbringen.

"Eine alberne Tradition"

Obamas Töchter Sasha und Malia wirkten dieses Jahr zwar etwas interessierter als vergangenes Jahr, die Zeremonie ist ihnen aber bekanntermaßen ein Gräuel. "Manche Leute glauben, dass es eine alberne Tradition ist – ich widerspreche nicht", sagte Obama, der am Mittwoch ein Thanksgiving-Essen an Obdachlose in Washington ausgeben wollte.

Kennedy begnadigte als Erster

Die Veranstaltung hat Geschichte: Als erster US-Präsident begnadigte John F. Kennedy 1963 einen Truthahn. "Wir werden diesen wachsen lassen", sagte er damals, als er das seit 1947 übliche Geschenk an das Weiße Haus dem nationalen Truthahnverband zurückschickte. George Bush senior führte 1989 dann die jährliche Zeremonie ein. "Amerika ist ein Land der zweiten Chancen", sagte Obama am Mittwoch. "Und diese beiden haben eine zweite Chance verdient." (APA, 26.11.2015)

foto: reuters / carlos barria

Möge euch ein langes Leben auf einer Truthahnfarm beschieden sein: US-Präsident Obama musste traditionell zwei Truthähne begnadigen, zumindest diese beiden landen nicht auf irgendeinem Tisch zum Thanksgiving-Gelage.

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foto: ap / evan vucci

Die Zeremonie im Rosengarten fand zum 68. Mal statt – und Obama ging recht gelassen damit um: "Manche Leute glauben, dass es eine alberne Tradition ist – ich widerspreche nicht." Aber Amerika sei ein "Land der zweiten Chancen" ... warum nicht auch für Truthähne?!

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foto: apa / afp / nicholas kamm
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foto: reuters / gary cameron

Da darf man sich auch einmal selbst applaudieren nach einer guten Tat, und für Barack Obama gibt es auch demonstrative Zustimmung von Tochter Malia. Auch der Manager der Foster Farm, Joe Hedden, applaudierte.

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foto: reuters / carlos barria

Dem Vernehmen nach finden Obamas Töchter Sasha (links) und Malia den Truthahn-Event, zu dem sie antanzen müssen, grauenvoll. Aber sie wissen, was ihr Job als First Daughters ist ... lächeln hilft immer, und niemand motzt danach, dass sie falsch geschaut hätten.

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reuters / gary cameron

Irgendetwas ist vorgefallen, was den Präsidenten sehr, seine Töchter etwas amüsiert.

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apa / epa / michael reynolds

Ob es sich hierbei um "Honest" oder "Abe" handelt, haben die knipsenden Fotografen nicht recherchiert. Der Truthahn präsentierte sich aber in voller Schönheit ...

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foto: apa / epa / michael reynolds

... und hier in einer Großaufnahme.

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foto: apa / afp / nicholas kamm

Es hat ihn sichtlich sehr gefreut, bei den Töchtern ist das nicht ganz so ersichtlich ...

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