Große Siege für Real, PSG und Mönchengladbach

25. November 2015, 22:55
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Madrilenen gewinnen in Donezk mit 4:3, Franzosen lassen Malmö keine Chance, Fohlen setzen sich gegen FC Sevilla durch

Turin/Malmö – Juventus Turin und Paris-Saint Germain überwintern in der Champions League. Der italienische Vorjahresfinalist rang zu Hause Manchester City mit 1:0 nieder, weniger Probleme hatte PSG beim ungefährdeten 5:0-Erfolg in Malmö. Real Madrid vergab beim 4:3 bei Schachtar Donezk beinahe noch eine 4:0-Führung. Stadtrivale Atletico ist in Gruppe C ebenso vorzeitig weiter wie Benfica.

Manchester City, das bereits zuvor den Aufstieg in der Tasche hatte, startete druckvoll, doch die Juve nutzte gleich die erste Chance zur Führung. Mario Mandzukic verwertete eine Flanke, nachdem Gegenspieler Nicolas Otamendi zu Fall gekommen war, zum Goldtor (18.). Nachdem City-Keeper Joe Hart gegen den Torschützen mit einer Glanztat gerettet hatte, hatte nach der Pause Juves Jungstar Paulo Dyballa mit einem Stangenschuss Pech.

Europäisch überwintern könnte auch Gruppengegner Borussia Mönchengladbach nach einem 4:2-Heimerfolg über Sevilla. Dann könnte bei den derzeit zwei Punkte vor den Spaniern auf Platz drei liegenden Deutschen auch wieder Abwehrchef Martin Stranzl mitwirken. "Ich werde nächste Woche wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen", sagte der nach einem Augenhöhlenbruch genesene Burgenländer vor der Partie. Lars Stindl (29., 83.), Fabian Johnson (68.) und Raffael (78.) sorgten für den ersten Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte.

PSG in Malmö unantastbar

In Gruppe A buchte Paris Saint-Germain mit einem klaren 5:0 das zweite Aufstiegsticket neben Real Madrid. Bei der Rückkehr von Zlatan Ibrahimovic in seinen Heimatort Malmö stand es bereits nach einer Viertelstunde und Toren von Adrien Rabiot (3.) und Angel di Maria (14.) 0:2.

In der zweiten Hälfte traf auch Ibrahimovic (50.) für die Franzosen, die nach den Anschlägen von Paris mit der Trikotaufschrift "Je suis Paris" statt des üblichen Schriftzugs einer Fluglinie der Vereinigten Arabischen Emirate aufgelaufen waren. Nachdem Malmös Markus Rosenberg nach einem schmeichelhaften Elfmeterpfiff vom Punkt (61.) gescheitert war, sorgten abermals Di Maria (68.) und Lucas (82.) für das Schützenfest.

Vier Tage nach dem blamablen 0:4 im Clasico gegen Barcelona betrieb Real Madrid vorschriftsmäßige Frustbewältigung. Ronaldo mit einem Doppelpack (18., 70.) und Luka Modric (50.) sowie Carvajal (52.) – jeweils nach Ronaldo-Vorarbeit – sorgten für einen zwischenzeitlichen 4:0-Vorsprung. Doch in der Schlussphase handelte sich die Elf, die zuvor kein einziges Gegentor kassiert hatte, noch drei Treffer ein. Alex Teixeira (77./Elfmeter, 88.) und Dentinho (83.) trafen.

Harmloses Manchester United

In Gruppe B ist weiter alles offen. Viel Ballbesitz, wenig Gefahr und kein Ertrag hieß es für Manchester United beim torlosen Heimremis gegen Eindhoven. Am zehnten Todestag von Klublegende George Best, dem die Fans mit weißen Kerzen huldigten, ließen Anthony Martial und Ashley Young beste Chancen ungenutzt. Die nun zweitplatzierten Engländer mussten ihre Tabellenführung an den VfL Wolfsburg abgeben.

Die Deutschen hatten beim 2:0 bei ZSKA Moskau in der zweiten Hälfte erst Glück, als Zoran Tosic nur die Stange traf. Dann wehrte ZSKA-Keeper Igor Akinfejew einen Schuss des eingewechselten Andre Schürrle ins eigene Tor ab (67.). Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit machte Schürrle alles klar, Wolfsburg würde im abschließenden Gruppenspiel ein Remis zum Aufstieg reichen.

Antoine Griezmann schoss Atletico Madrid mit einem Doppelpack zum 2:0-Erfolg über Galatasary Istanbul, zur Tabellenführung und ins Achtelfinale. Nach 13 Minuten köpfelte der Franzose den überlegenen CL-Finalisten von 2014 in Front und setzte in der 65. Minute aus abseitsverdächtiger Position den Schlusspunkt.

Zuvor war Benfica Lissabon beim FC Astana zwar nicht über ein 2:2 hinausgekommen, durfte sich nach dem Sieg von Atletico aber ebenfalls bereits nach dem fünften Spieltag über den Aufstieg freuen. Der Mexikaner Raul Jimenez sicherte den bereits 0:2 zurückliegenden Portugiesen mit einem Doppelpack (40., 72.) den zehnten Punktegewinn dieser Saison. (APA, 25.11.2015)

Champions League, 5. Spieltag, Mittwoch

  • Gruppe A

Schachtar Donezk – Real Madrid 3:4 (0:1)

Tore: 0:1 Ronaldo (18.), 0:2 Modric (50.), 0:3 Carvajal (52.), 0:4 Ronaldo (70.), 1:4 Teixeira (78., Foulelfmeter), 2:4 Dentinho (83.), 3:4 Teixeira (88.)

Zuschauer: 33.990

Gelbe Karten: Stepanenko – Carvajal, Danilo

Malmö FF – Paris St. Germain 0:5 (0:2)

Tore: 0:1 Rabiot (4.), 0:2 Di Maria (14.), 0:3 Ibrahimovic (50.), 0:4 Di Maria (68.), 0:5 Lucas (82.)

Zuschauer: 20.500

Gelbe Karten: Rosenberg (3), Bengtsson (3)

Besonderes Vorkommnis: Rosenberg (Malmö) schießt einen Foulelfmeter an den Pfosten

  • Gruppe B

Manchester United – PSV Eindhoven 0:0

Zuschauer: 75.321

Gelbe Karten: de Jong, Arias

ZSKA Moskau – VfL Wolfsburg 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Akinfejew (67., Eigentor), 0:2 Schürrle (88.)

Zuschauer: 16.450

Gelbe Karten: Musa, Fernandes, Wernbloom (2), Natcho

  • Gruppe C

Atletico Madrid – Galatasaray Istanbul 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Griezmann (13.), 2:0 Griezmann (65.)

Zuschauer: 35.753

Gelbe Karte: Olcan Adin

FK Astana – Benfica Lissabon 2:2 (2:1)

Tore: 1:0 Twumasi (19.), 2:0 Anicic (31.), 2:1 Jimenez (40.), 2:2 Jimenez (73.)

Zuschauer: 15.089

Gelbe Karten: Canas, Shchetkin – Jimenez, Lopez, Jonas

  • Gruppe D

Borussia Mönchengladbach – FC Sevilla 4:2 (1:0)

Tore: 1:0 Stindl (29.), 2:0 Johnson (68.), 3:0 Raffael (78.), 3:1 Vitolo (82.), 4:1 Stindl (83.), 4:2 Banega (90.+1, Foulelfmeter)

Zuschauer: 45.177

Gelbe Karten: Dahoud, Drmic – Banega

Juventus Turin – Manchester City 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Mandzukic (18.)

Zuschauer: 38.193

Gelbe Karten: Fernandinho, Navas, Sagna

  • Cristiano Ronaldo herzt Gareth Bale.
    foto: apa/ap/lukatsky

    Cristiano Ronaldo herzt Gareth Bale.

  • Je suis Paris – PSG trat in Malmö im Gedenken an die Terroropfer vom 13. November an.
    foto: apa/epa/hillergren

    Je suis Paris – PSG trat in Malmö im Gedenken an die Terroropfer vom 13. November an.

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