Sexismusvorwürfe gegen American Apparel

25. November 2015, 14:44
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Mitarbeiter sollten ein sexistisches T-Shirt tragen. Nach Beschwerden wurde die Kampagne nun gestoppt

Wien – Das US-Modeunternehmen American Apparel sieht sich mit neuen Sexismusvorwürfen konfrontiert. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wollte das Unternehmen Mitarbeiter offenbar dazu bewegen, ein T-Shirt mit dem Spruch "Ask me to take it all off" (etwa: Fordere mich auf, alles auszuziehen) zu tragen. Das sagte eine Mitarbeiterin dem Internetportal jezebel.com. "Wenn ich das T-Shirt trage, gibt American Apparel damit Kunden das Recht, mich zu belästigen", kritisierte die Mitarbeiterin.

Dem Bericht zufolge wurde den Mitarbeitern "nachdrücklich empfohlen", das Hemd am kommenden Black Friday, einem wichtigen Tag im US-Weihnachtsgeschäft, zu tragen. Nach der Mitarbeiterbeschwerde stoppte American Apparel die Kampagne. In einer Mitteilung schrieb das Unternehmen, der Spruch sei eine Anspielung auf die am Black Friday üblichen Rabatte gewesen.

Wiederkehrende Vorwürfe

American Apparel machte zuletzt auch andere Negativschlagzeilen. Das Unternehmen schreibt seit fünf Jahren Verluste, erst im Oktober beantragte es Gläubigerschutz. Auch Sexismusskandale sind für das Unternehmen nichts Neues. Im Sommer 2014 feuerte American Apparel seinen Chef Dov Charney. Über Jahre war dem Firmengründer immer wieder sexuelle Belästigung vorgeworfen worden. Wegen "mutmaßlichen Fehlverhaltens" musste Charney das Unternehmen schließlich verlassen. (red, 25.11.2015)

  • Mitarbeiter von American Apparel beschwerten sich über ein T-Shirt mit einem sexistischen Aufdruck.
    foto: apa/epa/justin lane

    Mitarbeiter von American Apparel beschwerten sich über ein T-Shirt mit einem sexistischen Aufdruck.

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