Bruckner-Uni Linz: Neubau und zwei zusätzliche Institute

25. November 2015, 14:35
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Die Ausbildungsstätte für Musik und Darstellende Kunst eröffnet nach vier Jahren Bauzeit am Freitag offiziell. Es gibt zwei zusätzliche institute, aber keine Erhöhung der Zahl der Studienplätze

Linz – Die Anton Bruckner Privatuniversität hat mit Beginn des Wintersemesters in ihrem Neubau auf den Hagengründen am Fuße des Linzer Pöstlingbergs den Lehrbetrieb aufgenommen. Offiziell wird der "Resonanzkörper der Kunst", wie Rektorin Ursula Brandstätter das Haus nennt, am Freitag eröffnet. Nach dem Umzug gibt es auch zwei neue Institute, erklärte sie bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Rund vier Jahre hat die Errichtung des knapp 43 Millionen Euro teuren Gebäudes gedauert. Erstmals sind an dem neuen Standort die drei Sparten Musik, Tanz und Schauspiel unter einem Dach. Bisher waren sie über mehrere Standorte in Linz verteilt. Um diese zusammenzuführen, musste die "Privatuni", die sich eigentlich zu 100 Prozent in Besitz des Landes Oberösterreich befindet, aus der Stadt hinaus auf die grüne Wiese ziehen. Nach der Johannes Kepler Universität ist sie damit die zweite Campus-Hochschule am Stadtrand. Doch nach den ersten fünf Wochen Lehrbetrieb habe sich gezeigt, dass die Erreichbarkeit weder für die 850 Studierenden noch für die 220 Lehrenden ein Problem sei, sagte die Rektorin.

"Nicht in die Arbeitslosigkeit ausbilden"

Um die Qualität der Ausbildung erhalten zu können, werde die Zahl der Studienplätze nicht erhöht, meinte sie. Auch weil der Kunstmarkt nur eine begrenzte Zahl an Jobs habe und man nicht in die Arbeitslosigkeit ausbilden wolle, ergänzte sie. Dafür erweitere die Uni aber ihr Repertoire. Mit dem Institut für Komposition und Dirigieren werde das zeitgenössische Element und mit dem Institut für Theorie und Geschichte die künstlerisch-wissenschaftliche Forschung ausgebaut. Das jährliche Gesamtbudget von 13,6 Millionen Euro erhöht das Land um fünf bis zehn Prozent, teilte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) bei der Pressekonferenz mit.

Platz für die neuen Einrichtungen gibt es in dem 8.600 Quadratmeter großen Gebäude ausreichend. Das Zentrum bildet ein lichtdurchflutetes, offenes Foyer. Von dort gelangt man in vier Veranstaltungssäle. In den oberen Stockwerken befinden sich die Bibliothek sowie rund 100 Unterrichtszimmer. Weiße Wände, viele Lichtinseln und ein heller Holzboden bestimmen das Innenleben, lassen das zu einem Park geöffnete Gebäude leicht und luftig wirken. Geschwungene Geländer verleihen Dynamik. Den Anspruch, den Brandstätter an ihre Wirkungsstätte hat, ein "Haus der Offenheit und der Begegnung zu sein", spiegle sich in der Architektur des Baus wider. Das junge Team "Architekturbüro 1" hat das Haus, das von außen einer überdimensionierten Harfe oder einem Akkordeon ähnelt, errichtet.

Abschluss der OÖ-Bauoffensive

Die neue Anton Bruckner Privatuniversität ist nach dem Neubau des Südflügels des Linzer Schlosses, des Ursulinenhofs und des Musiktheaters" der letzte große Meilenstein in der kulturellen Bauoffensive des Landes", meinte Pühringer.

Einen Tag nach der offiziellen Eröffnung veranstaltet die Uni am kommenden Samstag einen Tag der offenen Tür. (APA, 25.11.2015)

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