Neue 20-Euro-Banknoten im Umlauf

25. November 2015, 08:05
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"Porträt-Fenster" als neues innovatives Sicherheitsmerkmal – Bisher 4,3 Milliarden Stück gedruckt – Bundeskriminalamt warnt vor Falschgeldannahme im Vorweihnachtsstress

Wien – Ab Mittwoch können die Bürger der Euroländer die neuen 20-Euro-Banknoten in Händen halten. Neben den bereits bekannten neuen Sicherheitsmerkmalen wie Porträtwasserzeichen und Smaragdzahl enthält der neue Zwanziger ein besonders innovatives Sicherheitsmerkmal: das "Porträtfenster".

Durch das "Porträtfenster" am oberen Rand des Hologramms, das bei Betrachtung gegen das Licht durchsichtig wird, sei die neue 20-Euro-Banknote leicht erkennbar, erklärte die Europäische Zentralbank am Dienstag. Im Fenster erscheint ein Porträt der Europa, einer Gestalt aus der griechischen Mythologie, das von beiden Seiten zu erkennen ist.

Bisher wurden laut EZB 4,3 Milliarden neue 20-Euro-Banknoten gedruckt. "Bargeld war, ist und bleibt ein wichtiges Zahlungsmittel. Die Einführung der neuen 20-Euro-Banknote ist dafür ein greifbarer Beweis", sagte EZB-Direktor Yves Mersch.

Die neue 20-Euro-Banknote wurde bereits im Februar vorgestellt. Die Banken und Einzelhändler bekamen von der Nationalbank Gelegenheit, Geräte und Personal auf den Umgang mit den neuen Scheinen vorzubereiten, um eine problemlose und flächendeckende Annahme sicherzustellen.

foto: reuters/philippe wojazer
Der neue Zwanziger.

Das Bundeskriminalamt warnt vor der Annahme von Falschgeld im vorweihnachtlichem Stress. Um sich vor Schaden zu bewahren, empfiehlt es, sich wieder die Sicherheitsmerkmale der Euronoten, die ohne technische Hilfsmittel mittels "Fühlen, Sehen, Kippen" festgestellt werden können, in Erinnerung zu rufen.

Die österreichische Kriminalitätsstatistik zeigte im ersten Halbjahr bei Währungsfälschungen einen Anstieg um mehr als 150 Prozent. Damit sei Österreich dem im Jahr 2014 festgestellten europäischen Trend gefolgt. Die am meisten gefälschte Euronote ist nach wie vor der 50-Euro-Schein, gefolgt von der 20- und der 100-Euro-Note.

Um Fälschen schwieriger zu machen, werden in den kommenden Jahren weitere Banknoten ausgetauscht. Den Anfang hatten die Fünf- und Zehn-Euro-Scheine gemacht. Nach dem 20-Euro-Schein folgen in aufsteigender Reihenfolge die Noten mit den höheren Nennwerten: 50, 100, 200 sowie 500 Euro. Alle Banknoten der ersten Serie bleiben bis auf Weiteres gesetzliches Zahlungsmittel und können bei der Oesterreichischen Nationalbank unbefristet umgetauscht werden. (red, 25.11.2015)

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