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Erfolgsfaktor Leidenschaft

27. November 2015, 10:59

Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Christoph Leitl im Gespräch mit Wirtschaftspsychologen Mag. Martin Engelberg über Erfolgseigenschaften, Unternehmertum in Österreich und zündende Momente für die Gründung.

Welche Eigenschaften halten Sie persönlich für Erfolgseigenschaften und warum?

Dr. Christoph Leitl: Wenn ich Erfolg haben will, brauche ich Überzeugung, Begeisterung, Leidenschaft und muss von einer Idee angetrieben, nahezu besessen sein. Nur dann kann ich meine Umgebung motivieren und begeistern. Denn was man nicht mit Freude macht, macht man auch nicht erfolgreich.

Mag. Martin Engelberg: Auch für mich ist es die Freude, etwas zu schaffen, etwas in die Welt zu bringen. Aber auch eine gewisse Disziplin gehört dazu und etwas, das ich Helicopter-View nenne. Also immer wieder aus dem Trott heraustreten, sein Leben reflektieren und sich seiner Selbst bewusst werden.

Steht unternehmerischer Erfolg von vornherein fest oder kann man Eigenschaften entwickeln, die zum Erfolg führen?

Engelberg: Ich denke, dass es in der Tat einen klassischen Unternehmertypus gibt. Das ist jene Persönlichkeit, die Freude am selbstständigen Arbeiten hat. Jemand, der gerne bereit ist, ein Risiko einzugehen, und der sich immer wieder neu erfindet. Es ist eine gewisse Haltung, eine Persönlichkeitsstruktur, die gegeben ist.

Es gibt in Europa keine vergleichbare Institution, die so viel Hilfestellung bei der Gründung bietet, wie die Wirtschaftskammer. Warum ist Ihnen das ein Anliegen?

Leitl: Die österreichischen Gründer schaffen Jahr für Jahr zehntausende neue Arbeitsplätze und leisten so einen unverzichtbaren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Aber alles, was Erfolg hat, muss erst einmal entstehen und wachsen. Kein Betrieb hat von heute auf morgen 100 Mitarbeiter, kein Unternehmen wird über Nacht zum Hidden Champion. Es beginnt im Kleinen. Wenn also jemand die innere Begeisterung und den Antrieb hat, seine Idee umsetzen zu wollen, müssen wir diese Menschen auf ihrem Weg motivieren, unterstützen und begleiten.

Für jeden Unternehmer gibt es den Moment, in dem er sich entschieden hat, zu gründen. Was ist dieser "zündende Moment"?

Engelberg: Das ist der Moment, in dem man das überwältigende Gefühl hat, man möchte etwas selbstständig unternehmerisch gestalten und erschaffen. Dazu kommt dann auch immer die Lust am Neuen, am Risiko und eine gewisse Sehnsucht nach Anerkennung. Und das ist sicher ein wichtiger Teil der politischen Arbeit der Wirtschaftskammer. Nämlich an einer Kultur zu arbeiten, die das Unternehmertum fördert und die Leistungen der Unternehmer anerkennt.

Aber es geht auch darum, eine neue Kultur des Scheiterns zu entwickeln…

Leitl: Absolut! Das ist ein ganz wichtiges Thema. Die Amerikaner gehen traditionell ganz anders damit um als wir in Europa. Wir sagen nicht "learning by doing and failing", sondern bereiten uns so gut wie möglich vor, damit wir unsere Chancen bestmöglich nützen. Wenn dann dennoch etwas schiefgeht, darf man aber nicht stigmatisiert werden. Schließlich hat man es wenigstens versucht. Scheitern gehört auch zu einem erfolgreichen Leben, und man darf Rückschläge nie persönlich nehmen. Sie sind eine Chance, dazuzulernen.

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  • Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Christoph Leitl und Wirtschaftspsychologe Mag. Martin Engelberg
    foto: wkö/robert polster

    Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Christoph Leitl und Wirtschaftspsychologe Mag. Martin Engelberg

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