Facebook verschärft nur in Deutschland Vorgehen gegen Gewaltdrohungen

24. November 2015, 13:12
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Soziales Netzwerk erwartet Sperre von mehr Inhalten – nicht in Österreich

Facebook kündigt nach monatelanger Kritik einen härteren Kurs gegen Hasskommentare an. In Zukunft würden "in Deutschland Androhungen von physischer Gewalt als glaubhafte Drohungen eingeschätzt und entfernt", teilte das weltgrößte Online-Netzwerk am Dienstag mit.

Gemeinschaftsstandards bleiben

Bisher sollten bei der Abwägung, ob ein Eintrag entfernt wird, mehrere Faktoren berücksichtigt werden – zum Beispiel, wie realistisch es erscheine, dass eine Drohung umgesetzt werde.

"Ich bin überzeugt, dass dies zur Folge hat: Es werden deutlich mehr kontroverse Inhalte auf Facebook in Deutschland gesperrt", erklärte Facebook-Sprecherin Tina Kulow. Auch die Toleranz gegenüber leichtfertig dahingeschriebenen Kommentaren mit fremdenfeindlichen Unterton werde eingeschränkt. Dabei würden Facebooks sogenannte Gemeinschaftsstandards nicht geändert, "aber wir verbessern die Art und Weise, wie wir sie in Deutschland umsetzen, nachhaltig".

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Facebook wurde massiv vorgeworfen, fremdenfeindliche Inhalte auch nach Hinweisen von Nutzern nicht konsequent genug zu entfernen. Zudem stellte ein Würzburger Anwalt Strafanzeigen gegen Manager des Online-Netzwerks.

Die neue Richtlinie zur Entfernung von Gewaltdrohungen sei zusammen mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) entwickelt worden, der Facebook beigetreten sei, hieß es.

Die Verschärfung des Kurses betrifft derzeit nur Deutschland und nicht Österreich. Das teilte eine Sprecherin am Dienstag auf Anfrage mit. (APA, 24.11.2015)

Update: Hinweis auf Österreich ergänzt

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Facebook sperrt in Österreich mehr Inhalte wegen Holocaust-Leugnung

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    foto: afp photo / karen bleier
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