Alijew-Verlassenschaft legt 11-Millionen-Pleite hin

24. November 2015, 12:02
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Tod des Ex-Botschafters hat wirtschaftliche Folgen

Die Verlassenschaft von Rachat Alijew, des verstorbenen Ex-Schwiegersohns des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew und früheren Botschafters, ist insolvent. Wie der Alpenländische Kreditorenverband AKV informierte, wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Die Passiva betragen demnach stolze elf Millionen Euro. Ihnen stehen Aktiva von 33.000 Euro gegenüber. Zum Masseverwalter wurde Johannes Jaksch bestellt.

Alijew wurde am 24.02.2015 erhängt in seiner Einzelzelle gefunden. Er war wegen des Verdachtes auf Verwicklung in einen Doppelmord in seinem Heimatland in der Justizanstalt Wien Josefstadt in Untersuchungshaft gesessen. Der Prozess gegen zwei weitere Angeklagte endete mit einem Freispruch und einem Urteil zu einer zweijährigen teilbedingten Haft gegen Alijews früheren Sicherheitschef wegen Freiheitsentzugs.

Über die Hintergründe der Pleite ist wenig bekannt. Alijew war – offiziell über seine Witwe – an einer Gesellschaft beteiligt, die wiederum Anteile an der Media Quarter Marx hielt. Ein Verkauf des Medienclusters scheiterte im Sommer, die Stadt Wien blieb auf dem Investment sitzen. Inwieweit Kredite für die getätigten Investitionen Grund für die Pleite der Verlassenschaft sind, blieb zunächst offen. (as, 24.11.2015)

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