Deutsche Welle fordert Freilassung ihrer Journalistin in China

24. November 2015, 07:11
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"Harte Gefängnisstrafe ist eine Schande"

Peking – Die Deutsche Welle hat die Aufhebung der siebenjährigen Haftstrafe gegen ihre chinesische Mitarbeiterin Gao Yu gefordert. Anlässlich der Berufungsverhandlung am Dienstag vor einem Gericht in Peking forderte Intendant Peter Limbourg die Freilassung der renommierten Journalistin.

"Ich hoffe sehr, dass das Gericht Gao Yu bald aus der Haft entlässt und die chinesische Führung endlich einsieht, dass diese harte Gefängnisstrafe eine Schande ist." Der Gesundheitszustand der unter Herzproblemen leidenden 71-Jährigen hat sich nach Angaben ihres Anwalts im Gefängnis verschlechtert.

Die Journalistin war im April 2014 festgenommen worden und ein Jahr später wegen des angeblichen "Verrats von Staatsgeheimnissen" zu sieben Jahren verurteilt worden. Dabei soll es um die Weitergabe eines Parteidokuments gegangen sein, in dem zum Kampf gegen westliche Ideen aufgerufen worden war. Das Urteil hatte heftige Proteste der deutschen Regierung und der Europäischen Union ausgelöst. (APA, 24.11.2015)

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