UniCredit zahlt 390 Mio. Euro für Italiens Sparkassen-Rettung mit

23. November 2015, 20:15
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Kosten für Rettungsaktion werden in Bilanz des vierten Quartals eingestellt

Rom/Mailand – Die mit massiven Jobkürzungen beschäftigte Bank-Austria-Mutter UniCredit beteiligt sich mit 390 Mio. Euro an der Rettung von vier krisengeplagten Sparkassen in Italien. Die Kosten für die Rettungsaktion sollen in die UniCredit-Bilanzen des vierten Quartals 2015 eingestellt werden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Montag.

Zugleich stellt UniCredit einem neu eingerichteten Fonds eine Kreditlinie von 1,3 Mrd. Euro für die krisengeschüttelten Banken zur Verfügung. Der Fonds ist mit insgesamt 3,6 Mrd. Euro dotiert. Daran beteiligen sich weitere italienische Geldhäuser, darunter auch die UniCredit-Konkurrenten Intesa Sanpaolo und UBI Banca.

Die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi hat den Rettungsplan am Sonntag mit einem Sonderdekret auf den Weg gebracht. Die EU-Kommission hat noch am selben Tag zugestimmt. Mit dieser Maßnahme will die Regierung in Rom noch vor dem Jahresende die Banca delle Marche, Banca Popolare dell'Etruria, Cassa di Risparmio di Ferrara sowie di Cassa di Risparmio di Chieti auffangen.

Ab Jänner gelten neue EU-Regeln, nach denen bei einer Rettung auch Aktionäre, Anleihegläubiger und vermögende Kunden einbezogen werden müssen. Es wird befürchtet, dass Sparer dann Verluste erleiden und mit ihren Einlagen diese Institute meiden. Das könnte zu einer Vertrauenskrise führen. (APA, 23.11.2015)

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