Nordafghanistan: Natomission soll 2016 weitergehen

23. November 2015, 18:27
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Partnerstaaten Deutschlands sagen Beiträge zu

Berlin – Die von Deutschland geführte Natomission im Norden Afghanistans soll auch im kommenden Jahr nahezu unverändert weitergehen. "Wir wollen die Mission 'Resolute Support' 2016 fortsetzen", sagte die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Montag nach einem Treffen mit ihren Amtskollegen der anderen 20 in Nordafghanistan engagierten Staaten in Berlin.

"Die Partnernationen haben ihre Bereitschaft erklärt, dass sie alle dazu notwendigen Kräfte und Fähigkeiten für die 'Speiche Nord' auch weiterhin zur Verfügung stellen werden", sagte von der Leyen. Die endgültigen politischen Entscheidungen dazu stehen allerdings noch aus. Von der Leyen sprach von einem "sehr guten Ergebnis" der Konferenz in Berlin.

Einsatzobergrenze erhöht

Das deutsche Bundeskabinett hatte bereits in der vergangenen Woche eine Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan beschlossen und die Einsatzobergrenze auf 980 Soldaten erhöht.

Die Nato hatte Ende vergangenen Jahres ihren Kampfeinsatz in Afghanistan beendet. Seit Anfang dieses Jahres unterstützt sie mit dem Einsatz "Resolute Support" die afghanischen Sicherheitskräfte.

Abzugspläne revidiert

Die vor allem zu Ausbildungszwecken im Land verbliebenen gut 13.000 ausländischen Soldaten sollten den bisherigen Plänen zufolge eigentlich bis Ende 2016 vollständig vom Hindukusch abgezogen werden. Nach den jüngsten militärischen Erfolgen der radikalislamischen Taliban vor allem in der Stadt Kunduz im September wurden diese Pläne allerdings teilweise revidiert. Insgesamt sind in Nordafghanistan derzeit rund 1.500 Soldaten aus 21 Ländern im Einsatz, ungefähr 780 von ihnen sind Deutsche. (APA, 23.11.2015)

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