Klimaphänomen "El Niño": Schlimme Folgen für betroffene Staaten

23. November 2015, 12:13
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Wetterphänomen taucht alle zwei bis sieben Jahr auf und bringt den Ländern im Ostpazifik und in Südamerika Regen und Überschwemmungen

Wien – Das gefährliche Klimaphänomen "El Niño" (spanisch für Bub, hier speziell auch Christkind) ist nach Expertenangaben mit voller Wucht zurückgekehrt. Es werde sich zum Ende des Jahres wahrscheinlich noch verstärken und im Südpazifik zu extremen Wetterlagen mit womöglich schlimmen Folgen für die Anrainerstaaten führen, warnte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

foto: reuters/darren whiteside
Ein Boot auf dem indonesischem Fluss Kahayan nach heftigem Regen, der eine Folge von "El Niño" war.

Das weltweite Wetterphänomen taucht alle zwei bis sieben Jahre auf und bringt den Ländern am Ostpazifik und in Südamerika starken Regen, was oft zu Überschwemmungen führt. In Ländern wie Indien, Indonesien und Australien kommt es hingegen zu stärkerer Trockenheit mit Ernteeinbußen und Waldbränden. In Nordamerika und Europa werden trockenere Winter beobachtet.

Wasser- und Luftströmungen

Hervorgerufen wird das El-Niño-Phänomen durch die Veränderung von Wasser- und Luft-Strömungen in der Nähe des Äquators im und über dem Pazifik. Winde treiben feuchte Luft nicht wie sonst nach Australien und Südostasien, sondern vermehrt nach Osten in Richtung der amerikanische Westküste. Gleichzeitig wird kaltes Wasser aus der Südpolarregion verdrängt.

Der Klimawandel verschärft die Situation. Zu den Folgen gehöre laut WMO der Trend zu einem wärmeren globalen Ozean und der Verlust von arktischem Eis sowie von mehr als einer Million Quadratkilometer sommerlicher Schneedecke in der nördlichen Hemisphäre. (APA, 23.11.2015)

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    grafik: apa
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