Totgeglaubte Chinesin lebte zehn Jahre in Internetcafés

23. November 2015, 11:52
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Mädchen war mit 14 Jahren von zu Hause ausgerissen

Eine ungewöhnliche Aufklärung im Fall eines vermissten Mädchens hat sich in China zugetragen. Die junge Chinesin Xiao Yun war vor zehn Jahren verschwunden. Ihre Eltern glaubten, dass das Mädchen tot sei. Nun ist sie in einem Internetcafé wiederaufgetaucht, berichtet das britische Portal Metro unter Berufung auf chinesische Medien.

CrossFire gespielt

Nach einem Streit mit ihren Eltern sei die damals 14-Jährige von zu Hause weggelaufen. Bei einer Routinekontrolle in den frühen Morgenstunden wurde sie nun am 20. November von der Polizei aufgegriffen und auf die Polizeistation gebracht. Dort gab Xiao Yun an, die vergangenen zehn Jahre in Internetcafés gelebt und einen gefälschten Ausweis dafür benutzt zu haben.

Tagsüber habe sie ihr Lieblingsgame CrossFire gespielt, in der Nacht in den Toilettenanlagen geschlafen. Teilweise habe sie auch als Kassiererin gearbeitet, um Geld zu verdienen. Weil sie sich der Polizei anfänglich widersetzte, muss sie eine Strafe von umgerechnet 148 Euro zahlen. Inzwischen sei sie wieder mit ihrer Familie vereint. (red, 23.11.2015)

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Metro

  • In China wurde eine Frau, die vor zehn Jahren verschwunden ist, in einem Internetcafé entdeckt.
    foto: epa/how hwee young

    In China wurde eine Frau, die vor zehn Jahren verschwunden ist, in einem Internetcafé entdeckt.

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