Was Kfz-Mechaniker verdienen

23. November 2015, 09:56
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Die Ausbildung dauert vier Jahre. Nach dem Lehrabschluss verdienen Facharbeiter meist zwischen 27.450 und 30.800 Euro jährlich

Im Reparatur- und Servicebetrieb stellen Kraftfahrzeugtechniker Fehler und Schäden an Kraftfahrzeugen fest und führen die erforderlichen Reparaturen durch. Mit Hilfe von Messgeräten und computerunterstützten Diagnoseverfahren grenzen sie schwierig zu erkennende Defekte an verschiedenen Prüfständen ein. In zunehmendem Maße diagnostizieren und beheben sie Fehler im elektronischen Bereich.

Weiters führen sie das Service und die Wartung der Kraftfahrzeuge nach den entsprechenden Wartungsintervallen durch, insbesondere auch die gesetzlich vorgeschriebene Verkehrs- und Betriebssicherheitsüberprüfung inklusive Abgastest, auch bekannt als "Pickerlüberprüfung".

Zuverlässigkeit und Genauigkeit nötig

Zuverlässigkeit und Genauigkeit sind in diesem Beruf besonders wichtig. Das Heben und Tragen von schweren Lasten, ständiges Stehen sowie Schmutz- und Lärmbelastung sind vor allem körperlich anstrengend. Auswärtige Montageeinsätze – in der Regel Reparaturarbeiten an LKW und Bussen, die von Großbetrieben betreut werden – muss ein Kfz-Mechaniker bei jeder Witterung durchführen.

Kraftfahrzeugtechniker arbeiten vorwiegend in gewerblichen Kraftfahrzeugwerkstätten. Ein kleinerer Teil findet in Großbetrieben der Kraftfahrzeugindustrie oder deren Zulieferbetrieben, in Werkstätten von Verkehrsunternehmen wie etwa Bahn oder Post, aber auch in Serviceeinrichtungen großer Kraftfahrerorganisationen Beschäftigung. Fortbildungen und Spezifikationen, wie etwa verschiedene Typenschulungen, finanzieren meist die Unternehmen für ihre Mitarbeiter.

Um sich selbständig zu machen, kann ein Mechaniker entweder mit Gewerbeschein eine Ölwechselfirma eröffnen, oder er macht den Werksmeister bzw. die gewerbliche Meisterschule.

Einstiegsgehalt

Die Lehre zum Kfz-Mechaniker dauert vier Jahre, wobei ein Lehrling im ersten Jahr 7850 Euro verdient, im zweiten 10.510 Euro, im dritten 14.150 Euro und im vierten Jahr 19.000 Euro brutto pro Jahr. Die Gehälter orientieren sich in der Branche auch nach der Lehrabschlussprüfung stark am Kollektivvertrag. Nach dem Lehrabschluss verdienen Facharbeiter meist zwischen 27.450 und 30.800 Euro jährlich. Wenn sie eine mittlere oder höhere Schule abgeschlossen haben, können sie mit Einstiegsgehältern zwischen 31.600 und 35.000 Euro brutto pro Jahr rechnen.

Laut Kollektivvertrag verdient ein Techniker mit langjähriger Berufspraxis und entsprechender Verantwortung bis zu 39.760 Euro brutto pro Jahr. Kleinere Privatbetriebe sind in ihrem Gehaltsschema oft flexibler, wobei die Abweichungen vom Kollektivvertrag stark vom Verhandlungsgeschick und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen.

Ein einfacher Mechaniker verdient nach 5 bis 10 Dienstjahren im Privatbetrieb im Schnitt 39.200 Euro brutto, während er mit den gleichen Qualifikationen in Großbetrieben auf ein durchschnittliches Gehalt von 35.000 Euro brutto pro Jahr kommt. Werkstättenleiter verdienen je nach Betrieb ein Mindestgehalt von 35.000 Euro brutto, in der Praxis jedoch meist zwischen 40.000 und 45.000 Euro brutto pro Jahr. (Conrad Pramböck, 23.11.2015)

Zur Person

Conrad Pramböck ist Berater und Speaker zu Gehalts- und Karrierethemen. Er leitet bei der Personalberatung Pedersen & Partners den Geschäftsbereich Compensation Consulting.

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  • Die Lehre zum Kfz-Mechaniker dauert vier Jahre, wobei ein Lehrling im ersten Jahr 7850 Euro verdient, im zweiten 10.510 Euro, im dritten 14.150 Euro und im vierten Jahr 19.000 Euro brutto pro Jahr.
    foto: robert newald

    Die Lehre zum Kfz-Mechaniker dauert vier Jahre, wobei ein Lehrling im ersten Jahr 7850 Euro verdient, im zweiten 10.510 Euro, im dritten 14.150 Euro und im vierten Jahr 19.000 Euro brutto pro Jahr.

  • Zuverlässigkeit und Genauigkeit sind in diesem Beruf besonders wichtig.
    foto: christian fischer

    Zuverlässigkeit und Genauigkeit sind in diesem Beruf besonders wichtig.

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