"Leise pieselt das Reh": Seltsame Lieder

    Rezension23. November 2015, 09:23
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    Werner Holzwarth textet in seinem Buch altbekannte Kinderlieder um und motiviert damit auch längst verstummte Eltern wieder zum Mitsingen

    Kürzlich, beim Laternenfest, war es wieder zu bemerken. Das eigene Kind flüsterte den Text, schaute mehr. Und Papa schwieg eisern. Daneben standen trällernde Eltern und Kinder. Es singt eben nicht jeder Mensch gern. Vielleicht liegt es aber auch an den Liedtexten, könnte Werner Holzwarth einwenden. Der Autor des Kinderbuchklassikers Vom Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat, sah sich alte Lieder an und schrieb diese einfach um – auf lustig. Leise pieselt das Reh. Altes Liedgut frisch aufgemöbelt heißt seine Sammlung (inklusive CD) für Kinder ab vier.

    Hänschen Schwein

    40 Lieder gibt es, mit Noten und Gitarrengriffen. Aus Alle meine Entchen macht Holzwarth beispielsweise "Alle meine Tantchen". Oder: "Dumm, dumm, dumm, wer das glaubt, ist dumm, dass die Lehrer alles wissen, niemals selber fragen müssen – dumm, dumm, dumm, dumm, dumm, wer das glaubt, ist dumm!" Sehr gut auch: "Hänschen Schwein sagt stets nein, läuft das Badewasser ein". Jetzt sollte es also kein Halten mehr geben. Und das nächste Laternenfest kommt bestimmt. (Peter Mayr, 23.11.2015)



    • Werner Holzwarth
"Leise pieselt das Reh"
Klett Kinderbuch, Leipzig 2015
64 Seiten / 20,60 Euro
      foto: klett kinderbuch

      Werner Holzwarth

      "Leise pieselt das Reh"

      Klett Kinderbuch, Leipzig 2015

      64 Seiten / 20,60 Euro


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