Breitmaulnashorn Nola in San Diego gestorben

23. November 2015, 08:44
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Das Nashorn musste im amerikanischen Zoo eingeschläfert werden. Weltweit gibt es jetzt nur noch drei Exemplare der Tiere

San Diego – Im Zoo von San Diego ist ein Nördliches Breitmaulnashorn gestorben – nunmehr leben von dieser seltenen Art weltweit nur noch drei Exemplare. Wie der Zoo am Sonntag mitteilte, verschlechterte sich der Zustand des 41-jährigen Weibchens Nola zuletzt rapide. "Heute früh trafen wir die schwere Entscheidung, sie einzuschläfern", hieß es in der Mitteilung.

Nola lebte seit 1989 in dem berühmten kalifornischen Zoo. Mitte November wurde das Tier operiert, doch hörte es danach auf zu fressen. "Ihre Pfleger hoffen, dass Nolas Vermächtnis helfen wird, die Nashörner in Zukunft zu schützen", hieß es weiter. Die drei noch verbliebenen Nördlichen Breitmaulnashörner leben in einem Naturschutzgebiet in Kenia.

Erst Ende Juli starb in einem tschechischen Zoo ein Nördliches Breitmaulnashorn. "Es ist ein schwer zu beschreibender Verlust", sagte der Leiter des Tierparks in Dvur Kralove, Premysl Rabas, damals. Die Nashornkuh Nabire sei im Alter von 31 Jahren an einer geplatzten Zyste gestorben.

Seltenstes Großsäugetiere

Das Nördliche Breitmaulnashorn gilt als seltenstes Großsäugetier der Welt und als unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es war ursprünglich in einem Gebiet vom Kongo über Uganda und den Sudan bis hinein in den Tschad verbreitet. Der Bestand des Südlichen Breitmaulnashorns ist hingegen nach Angaben der Umweltorganisation WWF nach Schutzmaßnahmen inzwischen wieder auf über 20.400 Tiere angewachsen. (APA, 23.11.2015)

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    foto: ap/lenny ignelzi
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