Obama: Attacken wie in Paris oder Mali nicht "neue Normalität"

22. November 2015, 13:42
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US-Präsident bekräftigte bei Ansprache in Malaysia auch Teilnahme an Pariser Klima-Gipfel Ende November

Kuala Lumpur – US-Präsident Barack Obama hat zu Entschlossenheit im Kampf gegen Bedrohungen durch gewalttätige Extremisten aufgerufen. Das "stärkste Instrument" im Kampf gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) sei das Bekenntnis, "dass wir keine Angst haben", sagte Obama am Sonntag nach dem Asean-Gipfel in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur.

Es sei von "lebenswichtiger" Bedeutung Signale auszusenden, "dass die Bösartigkeit einer Handvoll Mörder die Welt nicht davon abbringen kann, ihre Aufgaben zu erledigen". Obama bekräftigte, dass er an dem Ende November in Paris beginnenden Weltklimagipfel teilnehmen werde. Die Welt könne und werde Attacken wir jene von Paris und Mali nicht als "neue Normalität" akzeptieren.

Terroristen "eine Bande von Killern"

Mit Blick auf die Pariser Anschläge vom 13. November, bei denen 130 Menschen getötet wurden, sagte Obama, die Attentäter seien "keine Vordenker", sondern eine "Bande von Killern". Paris sei "eine der schönsten, verführerischsten Städte der Welt", die französische Hauptstadt könne nicht "von gewalttätigen, verrückten Akten einiger weniger niedergedrückt werden", ergänzte Obama.

Neben dem Bekenntnis, keine Angst zu haben, nannte Obama als Mittel im Kampf gegen den Extremismus die "Jagd nach Terroristen", effiziente Geheimdienstarbeit, Raketenangriffe und das Unterbrechen der Finanzströme der Extremisten. "Das amerikanische Volk hat in der Vergangenheit einigen enormen Bedrohungen die Stirn geboten", fügte der US-Präsident hinzu. "Wir haben sie überstanden – hier wird es nicht anders sein." Der IS könne Menschen in Angst versetzen, aber er könne Staaten wie Malaysia, Frankreich oder den USA "keinen tödlichen Schlag versetzen".

UN-Plan gegen den Terror 2016

Dafür ist gemeinsames Vorgehe nötig. Die Vereinten Nationen wollen daher schon bald einen Plan zur internationalen Bekämpfung des Terrorismus vorlegen. Aktuell würden Ideen zur Terrorismusbekämpfung gesammelt und Erfahrungen ausgetauscht, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ain Malaysia. Anfang 2016 werde die Uno dann einen umfangreichen Plan vorstellen, wie Gewalt und Extremismus bezwungen werden könnten.

"Wir müssen dafür zusammenstehen", forderte Ban. Der gemeinsame Feind heiße IS. Auf französische Initiative hin hatte der UN-Sicherheitsrat am Freitag eine Resolution verabschiedet, die zum Kampf gegen den IS aufruft.

Russland und die USA, deren Verhältnis seit dem Ukraine-Konflikt schwer belastet ist, beteuerten auf dem Gipfel grundsätzlich ihre Bereitschaft zur Kooperation. Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew sagte in Malaysia aber auch, Länder mit einem großen muslimischen Bevölkerungsanteil müssten zusammen gegen den IS vorgehen. "Es ist jetzt klar, dass wir die Bedrohung nur bekämpfen können, wenn wir unsere Kräfte bündeln." Die Vereinten Nationen müssten dafür genutzt werden. (APA, Reuters, 22.11.2015)

  • Obama in Malaysia: Stärkstes Instrument gegen Terrorismus ist "dass wir keine Angst haben".
    foto: reuters / jonathan ernst

    Obama in Malaysia: Stärkstes Instrument gegen Terrorismus ist "dass wir keine Angst haben".

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